Technik-Tipps für die kalte Jahreszeit

Bisher zeigt sich der Winter von seiner wechselhaften Seite. Ob wir in den nächsten Wochen noch „echtes“ Winterwetter erwarten dürfen, ist unklar. So oder so ist die Witterung für unsere elektronischen Begleiter kein Zuckerschlecken. Denn egal ob Feuchtigkeit, Schnee oder Kälte – seine mobilen Geräte sollte man im Winter besonders gut schützen. Und wer einen Winterurlaub plant, sollte ohnehin gewappnet sein. Wir sagen euch, wie ihr Smartphone, Kamera und Co. im Winter effektiv schützen könnt.

Feuchtigkeit zerstört die Elektronik

Grundsätzlich gilt: elektronische Geräte mögen Kälte und Feuchtigkeit nicht. Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt sind sogar eine wirkliche Gefahr für Smartphone, Notebook und Co. Ein Problem hierbei stellt der große Temperaturwechsel im Winter dar. War ein Gerät lange in der Kälte und soll dann im Warmen wieder in Betrieb genommen werden, ist Vorsicht geboten. Es kann sich Kondenswasser gebildet haben, das zu einer Beschädigung und schließlich auch zu Datenverlust führen kann. Deshalb ist es wichtig, erst einige Zeit zu warten, bevor man das Gerät wieder aktiviert. So kann das Kondenswasser verdunsten und das Gerät sich der Umgebungstemperatur anpassen. Für Handys oder MP3-Player, die häufig in der Hand gehalten werden, gibt es eine zusätzliche Gefahrenquelle durch Feuchtigkeit: schwitzige Hände. Beim ständigen Kontakt mit der Haut kann es durch den Temperaturunterschied von der Handfläche zur Umgebung und dem auftretendem Schweiß zu einer Kondenswasserbildung kommen. Daher ist es wichtig seine Geräte gut mit einer Hülle zu schützen. Sollte das Gerät doch mal mit Feuchtigkeit in Berührung kommen, sollte man es zunächst abschalten und den Akku herausnehmen. Dann kann es in Ruhe trocknen. Die Finger lassen sollte man jedoch von einem Fön. Auch wenn gerade in Eile die Versuchung groß ist, besteht die Gefahr, dass das Gerät dadurch beschädigt wird.

Akkuschwäche durch eisige Temperaturen

Aber nicht nur die Elektronik mag keine Kälte und starke Temperaturschwankungen. Auch die Speicherkapazität des Akkus sinkt. Bei den meisten Geräten ist in der Betriebsanleitung vermerkt, in welchem Temperaturbereich das Gerät am besten arbeitet. Wer jedoch auch bei klirrender Kälte nicht auf sein Lieblingsgerät verzichten kann, sollte am besten ein Akku mit größerer Kapazität verwenden oder ein Reserve-Akku dabei haben. Schutz vor Kälte bieten auch geeignete Taschen. Solche Schutzhüllen halten nicht nur warm, sondern schützen das Gerät auch bei einem Sturz oder Stoß. Navigationsgeräte sollte man im Winter nicht im Handschuhfach oder Kofferraum deponieren, sondern lieber mit ins Warme nehmen. So ist das Navi ohnehin besser vor Diebstahl geschützt.

Sicher auf der Skipiste

Im Winterurlaub sind die mobilen Begleiter für viele Menschen besonders wichtig. Schließlich möchte man mit den Daheimgebliebenen in Kontakt bleiben, sie mit Bildern aus dem Skigebiet versorgen, Erinnerungen festhalten und auch auf der Piste nicht auf Musik verzichten. Doch gerade bei der Abfahrt sind Smartphone, MP3-Player und Co. in Gefahr. Denn wenn sie hier bei einem Sturz nur lose in der Jackentasche oder im Rucksack liegen, kann das böse enden. Deshalb gilt grundsätzlich: nur die nötigsten Geräte mitnehmen. Die Geräte, auf die man nicht verzichten kann, sollten gut gepolstert und wasserdicht verpackt sein.

Videos von der eigenen Abfahrt oder außergewöhnliche Fotomotive fernab von der Piste sind sicher eine spannende Erinnerung und sorgen vielleicht auch bei einigen Freunden für Bewunderung. Dennoch sollte man auf solche Wagnisse verzichten, um sich selbst nicht in Gefahr zu bringen. Für Kamera und Smartphone sind solche Einsätze ebenfalls riskant. Gleiches gilt für die Fahrt im Sessellift. Wir empfehlen die Aussicht einfach zu genießen und die elektronischen Begleiter stecken zu lassen. Reizt das Panorama zu sehr, sollte die Kamera beim Knipsen mit einer Handschlaufe befestigt sein.

Obacht beim Après-Ski

Nach der Abfahrt geht‘s zum Après-Ski – das gehört zum Winterurlaub dazu. Wenn es auf der Hütte feucht-fröhlich hergeht, sollte man alle elektronischen Geräte außer Reichweite bringen. Sonst landet der Lumumba schneller auf dem Smartphone als man gucken kann. Wenn viele Menschen zusammenkommen, ist das für Langfinger eine gute Gelegenheit. Deshalb sollte man auch im Urlaub nicht allzu sorglos sein und die teuren Geräte immer nah am Körper tragen oder tief im Rucksack verstauen – egal ob in der Hütte oder beim Anstehen am Lift.

Erste Hilfe bei Diebstahl

Ist es dann doch passiert, gilt es trotz des Schreckens schnell zu handeln. Man sollte umgehend die SIM-Karte sperren lassen, damit der Dieb nicht auf die eigenen Kosten telefonieren kann. Wie man die SIM-Karte sperren lassen kann, erfährt man auf dem Online-Portal seines Mobilfunkanbieters und in den Vertragsunterlagen. Wer die wichtigsten Nummern bereits vor dem Urlaub herausgesucht und dann griffbereit hat, erspart sich viel Stress im Notfall. Nach dem Sperren der SIM-Karte sollte der Diebstahl schnellstmöglich bei der Polizei angezeigt werden. Dies gilt vor allem auch dann, wenn das Handy versichert ist. Mit Hilfe seiner IMEI-Nummer kann jedes Handy eindeutig identifiziert werden. Deshalb ist es wichtig, dass die 15-stellige Seriennummer nach dem Kauf notiert und an einem sicheren Ort aufbewahrt wird. Beim Diebstahl eines modernen Smartphones ist es heute sogar möglich auch nach dem Verlust noch auf die persönlichen Daten zuzugreifen und sie im Notfall sogar zu löschen. Doch auch hier ist es wichtig, vorab Vorkehrungen zu treffen. Für das Fernlöschen gibt es spezielle Programme, die auf dem Smartphone installiert sein müssen. Bei manchen Handy-Betriebssystemen sind ähnliche Funktionen bereits vorhanden, müssen aber aktiviert werden.

Datensicherung

Um sich vor dem Verlust von Daten, wie zum Beispiel, den Urlaubsfotos, zu schützen, sollte man diese regelmäßig sichern. Dazu entweder regelmäßig die Speicherkarte wechseln, die Bilder aufs Notebook laden oder ganz modern in einer Cloud sichern.

Unsere Tipps auf einen Blick:

  1. Elektronische Geräte vor Feuchtigkeit und Kälte schützen. Beim Wechsel vom Kalten ins Warme Geräte vor dem Betrieb einige Zeit ruhen lassen.
  2. Ist das Gerät feucht geworden: abschalten, Akku herausnehmen und in Ruhe trocknen lassen. Niemals einen Fön dazu benutzen.
  3. Bei Kälte ein Akku mit größerer Kapazität oder ein Ersatz-Akku mitnehmen, da durch die eisigen Temperaturen die Leistung der Akkus sinkt.
  4. Navi nicht im Auto lassen, sondern mit ins Warme nehmen.
  5. Spezielle Hüllen schützen vor Kälte, Feuchtigkeit, Sturz und Stoß.
  6. Besondere Vorsicht beim Après-Ski – Getränke landen schnell mal auf Handy, Kamera und Co.
  7. Vorsicht bei Menschenansammlungen, Diebe sind hier oft nicht weit. Die mobilen Begleiter in der Hütte nicht offen herumliegen lassen und draußen eng am Körper tragen oder tief im Rucksack verstauen.
  8. Keine riskanten Aktionen wagen, nur um spektakuläre Urlaubsfotos und -videos präsentieren zu können. Auch im Skilift ist besondere Vorsicht geboten, Kamera nur mit Handschlaufe benutzen.
  9. Im Falle eines Diebstahls die SIM-Karte sperren lassen und den Diebstahl möglichst schnell bei der Polizei anzeigen.
  10. Eine regelmäßige Datensicherung schützt wertvolle Erinnerungen vor Verlust.

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