Zeitreise durch die Welt des Fernsehens

Heute, am 21. November, ist ein ganz besonderer Gedenktag. Wir sollten alle einen Moment innehalten und unseren Fernseher ganz besonders lieb haben, denn heute ist der Welttag des Fernsehens. Diesen besonderen Gedenktag möchten wir zum Anlass nehmen, um einen kleinen Überblick über die Entwicklung des Fernsehens zu geben.

Die Anfänge des Fernsehens

Ende des 19. Jahrhunderts gab es bereits die ersten Entwicklungen zum Bau eines Fernsehers. Was anfangs noch sehr einfach begann, wurde im Laufe der Jahre immer weiter perfektioniert und führte 40-50 Jahre später zu den ersten Fernsehern. Das erste große Fernsehereignis waren die Olympischen Sommerspiele 1936, die von den Berlinern per Direktübertragung in örtlichen Fernsehstuben verfolgt werden konnten. Um diese Zeit nahmen auch die ersten Fernsehsender ihren dauerhaften Sendebetrieb auf.

Nach dem zweiten Weltkrieg, durch den die Verbreitung des Fernsehens ins Stocken kam, startete im Jahr 1952 in der Bundesrepublik Deutschland das tägliche Fernsehprogramm seinen Regelbetrieb. Zu diesem Zeitpunkt wurden etwa 4.000 Fernseher verkauft. Durch die zunehmende Verbreitung fielen die Preise für Fernseher relativ schnell, so dass immer mehr Menschen sich einen Fernseher leisten konnten.

Der Startschuss für das Farbfernsehen

Im Jahr 1967 fiel durch Willy Brandt der Startschuss für das Farbfernsehen in der Bundesrepublik Deutschland. Das folgende YouTube-Video zeigt dieses Ereignis noch einmal. Obwohl das Programm bereits vor dem Knopfdruck in Farbe erscheint, dürften die meisten davon gar nichts mitbekommen haben, denn Farbfernseher waren zu dieser Zeit noch nicht weit verbreitet.

Anfang der 80er Jahre wurde der Stereoton im deutschen Fernsehen eingeführt. Im Jahr 1984 startete das Privatfernsehen seinen Sendebetrieb. Neben den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern übertrugen nun auch PKS/Sat.1 und RTL plus ein regelmäßiges Fernsehprogramm, das vor allem durch Werbeeinnahmen finanziert werden musste. Auch der erste Bezahlsender Teleclub begann zu dieser Zeit mit der Ausstrahlung seines Programms über Satellit.

Das digitale Fernsehzeitalter beginnt

Im Jahr 1995 wurde der Heimkinomarkt revolutioniert. Die DVD wurde eingeführt und sorgte dafür, dass viele Kinofreunde verstärkt Filme auf dem neuen Medium erwarben. Ein eigenes Heimkino inklusive Heimkino-Soundsystem gehört seitdem bei vielen mittlerweile zum guten Ton.

Nur knapp etwas über eine Dekade später, im Jahr 2006, erblickten die Blu-ray und die HD DVD das Licht der Welt. Die neuen Medien sollten das Fernseherlebnis revolutionieren und auf die nächste Ebene bringen. Hochauflösendes Fernsehen (HDTV) ist die Zukunft, so hörte und las man es vielerorts. Und tatsächlich griffen die meisten zu den neuen hochauflösenden Flachbildfernsehern.

Das Jahr 2010 bedeutete den Start für ein neues Fernsehzeitalter. Die öffentlich-rechtlichen Programme ARD, ZDF und Arte senden seitdem zusätzlich im hochauflösenden Format und brachten viele dazu zum digitalen Fernsehen zu wechseln. Und auch die ersten 3D-Fernseher kamen auf den Markt und erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit.

Was bringt die Zukunft beim Fernsehen?

Die neue Technik entwickelt sich rasend schnell. Kaum kamen die ersten 3D-Filme ins Kino, gab es auch schon die passenden 3D-Fernseher. Hochauflösende Inhalte sind für viele heute das Non-Plus-Ultra. Wenn jetzt noch die Fernsehsender alle nachziehen und hochauflösendes Fernsehen auch im Kabelnetz zunehmend Verbreitung findet, können wir uns auf eine schöne Fernsehzukunft freuen.

Auch die neuen 3D-Fernseher werden immer besser. Die ersten 3D-Fernseher, bei denen man 3D-Filme ohne Brille schauen konnte, wurden bereits auf der IFA eindrucksvoll vorgeführt. Und auch neue Fernseher-Techniken, wie OLED, werden in Zukunft zu neuen beeindruckenden Geräten führen.

Als Fazit lässt sich somit feststellen, dass wir in einer beeindruckenden Zeit leben. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich das Medium Fernsehen zum absoluten Massenmedium entwickelt. Wer sich heute informieren oder einen entspannten Abend mit Freunden oder der Familie verbringen möchte, der tut dies nicht selten vor dem Fernseher. Doch gibt es auch viele Herausforderungen. Für das neue Zeitalter wird immer mehr Leistung benötigt, große Datenmengen müssen über die Netze übertragen werden. Und auch das Internet nimmt einen immer wichtigeren Stellenwert in der Verbreitung von Inhalten ein. Das alles sind Herausforderungen, denen sich die Hersteller, Sendeanstalten, Netzbetreiber, aber auch die Zuschauer stellen müssen.

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