Staubsaugen – nein danke! Wofür gibt es Roboter?

Das Reinigen der Wohnung ist für die meisten Menschen ein notwendiges Übel und nimmt nicht selten, gerade bei Berufstätigen, einen gewissen Zeitraum in Anspruch. Meist wird daher das Staubsaugen aufs Wochenende verlegt. Zeit, die man eigentlich mit angenehmeren Dingen als dem Staubsaugen verbringen könnte. Doch gibt es seit einiger Zeit für diese Aufgabe spezielle Staubsauger-Roboter, die selbstständig die Wohnung absaugen sollen. In diesem Artikel möchte ich euch einige aktuelle Staubsauger-Roboter vorstellen sowie Vor- und Nachteile der kleinen Helferlein nennen.

iRobot Roomba 790

Der Roomba von der US-amerikanischen Firma iRobot gehört zu den Pionieren unter den Staubsauger-Robotern. Seit 2002 hat das Unternehmen bereits über fünf Millionen verkauft. Das aktuelle Top-Modell ist der Roomba 790, der zu einem Preis von ca. 900 Euro zu haben ist. Dafür erhält der Käufer aber auch einiges an Zubehör.

Im Lieferumfang sind drei sogenannte Virtual Wall Lighthouses enthalten. Diese werden an den Türen platziert und unterstützen den Roomba bei der Navigation durch die Räume. Zu Beginn seiner Reinigung nimmt der Roomba per Funk Kontakt mit ihnen auf und zählt sie. Danach wird jeder Raum für ca. 25 Minuten gesäubert, erst dann überschreitet er die virtuelle Schranke zur Reinigung des nächsten Raums. Der Roomba 790 fährt die Räumlichkeiten im Zufallsprinzip ab. Stößt er gegen ein Hindernis, wechselt er die Richtung. Ein Algorithmus soll dafür sorgen, dass er dabei jede Stelle im Raum erwischt. Das klappt laut vielen Kundenmeinungen im Internet auch sehr gut. Lediglich ab und zu vergisst er die eine oder andere Stelle. Dafür fährt er andere Orte häufiger ab und reinigt an diesen naturgemäß gründlicher. Auch stärker verschmutzte Bereiche sollen erkannt und besonders gründlich gereinigt werden. Hat er alle Räume gereinigt oder ist der Akku fast leer, so fährt er zu seiner Basisstation zurück.

Vorwerk Kobold VR100

Die deutsche Firma Vorwerk bietet seit Ende 2011 zum ersten Mal auch einen Staubsauger-Roboter an. Dafür ist Vorwerk eine Kooperation mit dem US-amerikanischen Unternehmen Neato Robotics eingegangen, das die Software für die Navigation liefert. Der Vorwerk Kobold VR100 Staubsauger-Roboter kostet knapp 650 Euro.

Im Gegensatz zum Roomba 790 erstellt der Kobold VR100 Staubsauger-Roboter eine virtuelle Karte von jedem Raum. Dazu fährt er immer einen bestimmten Bereich eines Raumes ab und reinigt im Anschluss den Innenbereich. Aufgrund seiner Lasernavigation erkennt er Hindernisse sehr gut und stößt so nicht überall an. Nur wenn es sich um sehr flache oder schmale Hindernisse handelt, die durch den Laser nicht erkannt werden, stößt er dagegen und erkennt hierdurch das Hindernis. So reinigt er Raum für Raum und fährt erst dann zu seiner Basisstation zurück, wenn sich der Akku dem Ende neigt oder er mit seiner Reinigung fertig ist. Sollte sich der Akku zwischenzeitlich entleeren, so lädt er ihn wieder auf und setzt im Anschluss an der Stelle mit der Reinigung fort, an der er zuvor aufgehört hat.

Im Gegensatz zu seinen Kontrahenten ist der Kobold VR100 nicht ganz rund, sondern an der Vorderseite eckig. Das versetzt ihn theoretisch in die Lage, auch in den Ecken zu reinigen. Momentan fährt er diese allerdings noch rund ab. Vorwerk wird demnächst ein Software-Update anbieten und verspricht damit eine bessere Eckenreinigung.

Kärcher Robocleaner RC 3000

Die Firma Kärcher ist eine etablierte Größe auf dem Markt und vor allem durch seine Hochdruck-Reiniger den meisten ein Begriff. Mit dem Robocleaner RC 3000 bietet auch Kärcher einen Staubsauger-Roboter zum Preis von knapp 1.000 Euro an. Der Kärcher ist damit unter den in diesem Artikel vorgestellten Staubsauger-Robotern der teuerste .

Dafür besitzt er aber auch eine Reinigungsstation, die den Robocleaner automatisch absaugt, nachdem dieser seine Reinigung vollzogen hat. So muss man den Roboter nicht jedes Mal reinigen, sondern wird von der Reinigungsstation benachrichtigt, sobald der Staubsauger-Beutel voll ist.

Wie der Roomba 790 fährt auch der Kärcher RC 3000 den Raum im Zufallsprinzip ab. Stößt er irgendwo an, wechselt er die Richtung. Stärker verschmutzte Bereiche soll er erkennen und besonders gründlich reinigen.

Fazit

Insgesamt scheinen die Staubsauger-Roboter ihren Kindheitstagen entwachsen zu sein. Das Reinigungsergebnis ist bei allen vorgestellten Staubsauger-Robotern gut.

Mein Favorit ist momentan der Vorwerk Kobold VR100 Staubsauger-Roboter, da dieser sich am intelligentesten durch die Räume bewegt und ein wirklich gutes Reinigungsergebnis erzielt, sich vom Preis aber trotzdem noch im akzeptablen Bereich bewegt. Ein guter herkömmlicher Staubsauger ist schließlich auch nicht gerade günstig. Lediglich eine Fernbedienung vermisst man beim Vorwerk ein wenig.

Aber auch der Roomba kann mich überzeugen, denn dieser besitzt bereits eine umfangreiche Ausstattung an Zubehör inklusive einer Fernbedienung, was auch den etwas höheren Preis rechtfertigt.

Den Kärcher mit seiner Reinigungsstation finde ich auch gut, wenn man dafür den notwendigen Platz hat, allerdings ist mir der Preis dann doch etwas zu hoch angesetzt.

Lediglich mit der Eckenreinigung sowie bestimmten Bereichen der Wohnung haben alle Staubsauger-Roboter ihre Schwierigkeiten. Ein Roboter kann nicht mal eben etwas zur Seite räumen, um dort auch zu saugen. Die Staubsauger-Roboter sind somit kein Ersatz für den herkömmlichen Staubsauger, sondern vor allem eine sinnvolle Ergänzung. Dafür reinigen sie aber auch gekonnt an schwer zugänglichen Stellen wie unter dem Bett oder der Couch. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass diese eine gewisse Höhe hat, damit der flache Staubsauger-Roboter darunter durchfahren kann.

Der auf den ersten Blick hoch erscheinende Preis wird wohl viele davon abschrecken, in solch einen Helfer zu investieren. Vermutlich zweifelt der ein oder andere auch an der Reinigungsleistung. Wer allerdings einen guten Staubsauger-Roboter schon einmal in Aktion gesehen hat, der wird sich vermutlich schneller überzeugen lassen. Übrigens gibt es immer wieder Angebote, bei denen man einen Staubsauger-Roboter für einige Zeit testen kann. So kann man sich in Ruhe davon überzeugen, ob man mit der Leistung zufrieden ist.

Aufgrund der Komplexität der Staubsauger-Roboter und ihres meist häufigen Einsatzes empfiehlt sich zudem der Abschluss einer Garantieverlängerung. So ist man fünf Jahre vor hohen Kosten bei Reparatur oder Ersatz des Staubsauger-Roboters bestens geschützt.

Wie ist eure Meinung zu den Staubsauger-Robotern? Würdet ihr euch einen kaufen oder besitzt ihr vielleicht sogar schon einen? Wir freuen uns über eure Meinung.

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