Elektronische Begleiter beim Sport

Die Fußball-EM im Juni, die Olympischen Spiele im Juli und August – keine Frage, es wird ein sportliches Jahr. Und jetzt, da der Frühling fast vor der Tür steht, sieht man auch immer mehr Radfahrer, Jogger und andere Freizeitsportler ihre Runden drehen. Ohne Handy ist dabei fast niemand unterwegs. Sei es im Falle einer Verletzung oder bei einer Panne – für den Notfall wollen die meisten gerüstet sein. Doch auch als Motivationshilfe und Coach werden die elektronischen Begleiter zunehmend eingesetzt. Wie eure Geräte zum perfekten Trainingspartner werden, haben wir mal zusammengefasst.

Sportartikelhersteller machen fit

Noch vor einigen Jahren ging nichts ohne die klassische Pulsuhr, um optimale Ergebnisse zu erreichen. Heute entwickeln sich Smartphone und MP3-Player zunehmend zu praktischen Alternativen. Vor allem Sportartikelhersteller wie Nike oder Adidas entwickeln innovative Ideen, die elektronischen Helfer beim Sport einzusetzen. Das spezielle Programm Nike+ bietet die Möglichkeit, seine Trainingseinheiten mit Hilfe elektronischer Geräte aufzuzeichnen, auszuwerten und die Erfolge mit anderen zu teilen. So kann Nike mittlerweile die – nach eigenen Angaben – weltweit größte Laufcommunity verbuchen. Mit dem iPod Sport Kit werden der iPod nano, der iPod touch oder das iPhone zum Trainingspartner, indem ein Sensor im Laufschuh den Laufrhythmus an die Geräte übermittelt. Der virtuelle Coach motiviert dazu, seinen aufgestellten Trainingsplan einzuhalten, Zeit, Distanz und  Kalorienverbrauch des Laufs werden aufgezeichnet. Nike orientiert sich bei seinem Sportprogramm jedoch voll und ganz an Apple, so dass nur diese Geräte zum Trainingspartner werden können. Bei adidas heißt der digitale Trainingsbegleiter micoach und funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip. Sportschuhe und das entsprechende technische Equipment wie Herzfrequenzmesser, Schrittsensor, Brustgurt und der so genannte Pacer werden ebenso benötigt wie ein gängiger MP3-Player oder ein Smartphone. Auch dieses Paket soll helfen, die Gesamtleistung beim Training zu verbessern, mit Herzfrequenz- und Distanzmesser und personalisierten Trainingsplänen. Im Gegensatz zu Nike spezialisiert sich adidas jedoch nicht nur aufs Laufen. Egal ob Fußball, Boxen oder Leichtathletik – fast keine Sportart fehlt im Repertoire. Auch dass die Software sowohl auf dem iOS-Betriebssystem als auch auf Android funktioniert, ist ein deutlicher Pluspunkt.

Das optimale Smartphone für den Sport

Auch wenn der Trend dahin geht, sein Training mit Software und zusätzlichen Geräten zu optimieren, verzichten einige Freizeitsportler lieber auf solche zusätzlichen Möglichkeiten. Ein robustes Smartphone, das sie beim Training unbekümmert bei sich tragen können, ist für sie ausreichend. Diesem Bedürfnis kommen einige Handyhersteller nach und haben spezielle Geräte entwickelt. Im Portfolio von Sony gibt es beispielsweise ein Smartphone speziell für Sportler. Das Sony Ericsson Xperia active ist für den Outdoor-Einsatz gerüstet, da sein spezielles Gehäuse gegen Wasser und Staub geschützt ist. Hierfür hat das Gerät die sogenannte IP67-Zertifizierung, die ihm zudem Schutz bei einem kurzen Unterwasseraufenthalt bescheinigt. Diese Zertifizierung kann auch das Samsung Galaxy Xcover vorweisen. Somit ist auch dieses Gerät für ein intensives Training an der frischen Luft geeignet. Wer allerdings viel Wert auf das Äußere seines Smartphones legt, muss sich entscheiden – Sicherheit beim Sport oder schickes Aussehen? Denn die Outdoor-Geräte überzeugen eher durch Robustheit als durch elegantes Design, was auch die Modelle anderer Hersteller zeigen.

Tipps für den passenden MP3-Player

Auch an den MP3-Player als musikalischen Begleiter beim Training werden einige Anforderungen gestellt. Nicht jedes Gerät eignet sich zum Sport. Wichtig sind vor allem Größe und Gewicht – je kleiner und leichter das Gerät ist, desto besser ist es geeignet. Auch eine einfache Menüführung ist nicht zu unterschätzen. Besonders vorteilhaft ist es zudem, wenn man seine Playlist schon vorab programmieren kann,denn wer hat schon Lust, sich während des Trainings damit herumzuärgern. MP3-Player, die einen integrierten Gürtelclip aufweisen, damit das Gerät nicht ständig hin und her rutscht, sind optimal für den Sport. Im Gegensatz zu den Sport-Smartphones gibt es bei den MP3-Playern eine recht große Auswahl an für den Sport geeigneten Modellen, und das in allen Preiskategorien.

Den richtigen Kopfhörer finden

Ob Indoor- oder Outdoor-Sport, wichtig ist die richtige Lautstärke. Wenn der Geräuschpegel beispielsweise im Fitness-Studio sehr hoch ist, neigen viele dazu, ihre Musik zu laut aufzudrehen, was den Ohren auf Dauer schaden kann. Um das zu vermeiden, schafft oft schon die Wahl der richtigen Kopfhörer Abhilfe. Diese sollten die Ohrmuschel vollständig umschließen und so den Gehörgang vor den Außengeräuschen bewahren. Der Kopfhörer sollte rutschfest sitzen. Wenn es nicht so laut beim Training ist, kann man auch zu Kopfhörern greifen, die weniger abschirmen, dafür aber einen sicheren Sitz haben. Besonders gut geeignet sind hier Stöpsel mit flexiblem Bügel, der sich hinter das Ohr klemmen lässt. Diese sind selten im Lieferumfang  enthalten, sondern müssen zusätzlich gekauft werden. Auch ein zu langes Kabel kann lästig beim Sport werden und sogar ein echtes Unfallrisiko darstellen, darum immer die Kopfhörerkabel unter der Kleidung tragen und den Überschuss gegebenenfalls um das Gerät wickeln. Kopfhörer, die ganz ohne Kabel auskommen, dafür aber mit Bluetooth arbeiten, sind die optimalste Lösung, aber preislich auch etwas in der höheren Kategorie. In jedem Fall ist beim Outdoor-Sport mit Kopfhörern aber zu beachten, dass man seine Umwelt und vor allem den Straßenverkehr noch gut wahrnehmen kann.

Apps als Trainingshilfe

Wer sich entscheidet, sein Smartphone beim Sport dabei zu haben, kann sein Lieblingsgerät auch gleich als Trainingscoach benutzen. Zahlreiche Apps für Sport und Fitness sind auf dem Markt und sollen den Trainingserfolg noch stärker ankurbeln, aber auch mehr Freude und Motivation bringen. Besonders beliebt ist der Fitnessmanager iBody – nicht gerade günstig, aber diese Applikation hat dafür eine Menge zu bieten. Neben der Dokumentation von Gewicht, Körperfett, Wasser- und Muskelanteil bis hin zu Cholesterinspiegel, Körpertemperatur und Puls ist die App gleichzeitig auch Coach, Fahrradcomputer, Kalorienmesser und Mini-Navi. Leider gibt es diese Anwendung nur für iOS. Doch auch für Android-Smartphones gibt es zahlreiche Fitmacher in Form einer App. Endomondo Sports Tracker beispielsweise hat zahlreiche Funktionen zu bieten. Zahlreiche Outdoor-Sportarten können aufgezeichnet und anschließend ausgewertet werden. Auch Challenges gegen andere User und das Teilen seiner persönlichen Ergebnisse ist hier möglich. Zahlreiche weitere Apps rund um die persönliche Fitness gibt es sowohl für Android als auch für iPhone, iPod und Co. Ob für Läufer, Radler oder eher den Gymnastik-Typ – bei der großen Auswahl ist für jeden etwas dabei.

Mehr Schwung mit Musik im Ohr

Mit Musik geht bekanntlich alles leichter. Das gilt auch fürs körperliche Training: Musik ist eine entscheidende Motivationshilfe und macht glücklich. Ob Musik über den MP3-Player oder das Smartphone gehört wird, ist egal – Hauptsache ist, die Playlist hat Schwung und kann reibungslos abgespielt werden. Wer noch Inspirationen für die richtige Trainingsmusik benötigt, kann sich zum Beispiel beim Fitnessmagazin Fit for fun Anregungen holen. Nicht nur die Redaktion hat ihre Lieblingssongs zusammengestellt, sondern auch die Trainings-Hits einiger Promis sind hier aufgeführt. Auch Nike hat sich zum Thema Musik Gedanken gemacht und Inspirationen speziell fürs Laufen zusammengestellt. Wer mal etwas anderes Probieren möchte, sollte zum Hörbuch greifen und sich damit Kilometer um Kilometer ins Ziel laufen. Viel Spaß dabei!

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