Sind Smartwatches smart genug?

Was als Zukunftsvision begann, ist heute bereits Alltag. Smartwatches gehören zum festen Portfolio der Elektronikmärkte und auch im Straßenbild sind sie keine Seltenheit mehr. Es wird Zeit, sich diese Armbanduhren, die dank Sensoren und Apps mit zusätzlichen Funktionen ausgerüstet sind, mal etwas genauer anzuschauen. Wörtlich übersetzt handelt es sich um intelligente Uhren. Doch sind Smartwatches wirklich so clever wie uns James Bond und Co. bereits in der Vergangenheit weismachen wollten.

Die Agentenuhr

Die Geschichte der Handyuhr, dem Vorläufer der Smartwatch, begann in den 30er Jahren mit dem Comicstrip Dick Tracy. Auch der größte Geheimagent der Welt James Bond trug sie 1981 in dem Film „Tödliche Mission“. Jedoch erst seit 1999 kam das Handy für das Handgelenk von Samsung auf den Markt. Seitdem ist die ehemalige Agentenuhr für jeden zugänglich und im Verlauf der Zeit ist sie immer komfortabler, leichter und preisgünstiger geworden.

Trendige Uhr mit hohem Nutzerkomfort

Smartwatches erinnern mit Ihrem Look an eine klassische Armbanduhr. Der Mini-Computer am Handgelenk hat sich zu einem Hingucker und Accessoire entwickelt. Aber welche Funktionalitäten weist die Smartwatch wirklich auf?

Eine der grundlegendsten Funktionen der Smartwatches ist die SMS Funktionalität und das Erkennen des Eingangs und die Annahme von Anrufen. Das Smartphone muss somit nicht jedes Mal aus der Tasche geholt werden. Die Smartwatch verbindet sich entweder mit dem Smartphone – was als Interkonnektivität bezeichnet wird oder sie verfügt über eine eigene SIM-Karte wie z.B. die Omate True Smart oder die Samsung Gear Solo.

Information kann über das Display bereitgestellt werden und so wird der Nutzer über das aktuelle Wetter oder Nachrichten informiert. Außerdem ist es der Smartwatch möglich, die aktuelle Situation über eine Sensorik zu erfassen. Besonders im Gesundheitsbereich liefert diese Eigenschaft einen hohen Mehrwert und macht das Erkennen von Anomalien möglich. So können Stürze und Epilepsie erkannt werden. Einige Smartwatches bieten Herzfrequenzmesser und Fitness-Apps an.

Zu den neuesten Trends gehören der von Microsoft patentierte „Wearable Electromyography-Based Controller“. Das ist ein Sensor, der Muskelbewegungen registriert und in Steuerungssignale umwandelt. Ziel ist es, eine intuitive Steuerung über Bewegungsgesten zu ermöglichen.

Herausforderungen für die Zukunft

Derzeit ist die Betriebsdauer von Smartwatches noch stark durch die Konnektivität begrenzt. Herstellerangaben liefern Laufzeiten von drei Tagen bis zwei Jahren, eine durchaus große Diskrepanz. Auch die Touchscreen-Bedienung lässt noch viele Wünsche offen und ist bei den Mini-Displays nur bedingt umsetzbar. Viele Smartwatches sind mit Sprachsteuerung und Erkennung von Bewegungsgesten ausgestattet, aber eine brilliante Lösung existiert noch nicht. Eine Herausforderung der Smartwatches wird die Entwicklung neuer Bedienkonzepte und zusätzlicher Funktionalitäten sein.

Fazit: Smartwatches können zwar das Smartphone nicht zur Gänze ersetzen, aber durchaus sinnvoll ergänzen.

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