Top 5 der miesesten Smartphone-Killer

„Sie hat mein Handy zerbissen“, empört sich die Forum-Teilnehmerin auf der Online-Plattform. Nein, die Rede ist nicht etwa von der angriffslustigen Ex-Freundin des neuen Lovers, die durchaus so viel Beißkraft aufbringen könnte, um ein Smartphone mit ihren Kauleisten zu schrotten. Vielmehr hat in diesem Fall ein niedlicher, sechs Monate alter Beagle das Telefon zur Strecke gebracht. Auf diese und andere skurrilen Smartphone-Geschichten bin ich im Internet gestoßen. Eine Nachfrage im Bekanntenkreis beförderte noch mehr Kurioses ans Licht. Hier sind meine Top 5 der abwegigsten Handy-Missgeschicke – online wie offline.

Platz 1: Struppi, Maunzi und Co.

Nicht nur Hunde stellen eine latente Gefahr fürs Handy dar. Auch Stubentiger haben das Potential, ihre Besitzer Nerven wie Geld zu kosten. Beispiel gefällig? „Hab‘ heute mein Handy aufs Bett gelegt“, fängt User Sanjose seine Geschichte an. Mit „250 Euro für die Katz“ lässt er sie enden. Dazwischen liegen ein paar unappetitliche Zeilen und die Beschreibung eines Smartphones, das in einer beißend riechenden Pfütze badet. Da hat Maunzi doch glatt das Telefon mit dem Katzenklo verwechselt.

Platz 2: Schubser und Drängler

„In Pool geschubst, Handy war in der Hose“: Mit diesen knappen Worten macht User LovingLeo im Netz auf sein Ärgernis aufmerksam. Leidensgenosse Yieva hat es ebenso übel erwischt. Er berichtet Folgendes: „Ich stand mal am Karlsruher Bahnhof mit dem Handy in der Hand und wurde brutal angerempelt.“ Regelrecht zerschellt sei das Handy beim Aufprall auf dem Boden. Dennoch, sagt er, funktioniere das Gerät bis heute einwandfrei – bis auf die Tatsache, dass er keine Speicherkarten mehr verwenden könne. Inzwischen, so fährt er seine Geschichte fort, setzt er auf eine Silikonhülle, die das Gerät schützt und „schon einige Unfälle“ überstanden hat.

Platz 3: Smartphone-Zubehör

„Ich hatte mein iPhone mit Ladekabel in den Zigarettenanzünder im Auto gesteckt. An der Tankstelle habe ich den Motor aus- und dann wieder angemacht“, erzählt mir ein ehemaliger Kollege. „Da bekam das Handy einen Stromschlag und verschied augenblicklich und für immer. Auch ein Reparaturservice konnte es nicht wiederbeleben.“ Diese Story erinnert bedauerlicher Weise an den tragischen Auflade-Unfall in China, bei dem eine 23-jährige Flugbegleiterin im Sommer 2013 aufgrund eines gefälschten Ladegeräts einen tödlichen Stromschlag bekam. Zum Glück ging die Geschichte meines Bekannten sehr viel glimpflicher aus – gleichwohl er bis heute nicht weiß, was genau sein Handy zur Strecke gebracht hat. War das Ladegerät defekt? Lag es am Zigarettenanzünder, am Telefon selbst oder hat der Zündvorgang dem Gerät den Rest gegeben?

Platz 4: Silvesterknaller und andere Schreckverursacher

Zugegeben, von Silvesterböllern geht ohne menschliches Zutun erst einmal und in der Regel keine Gefahr für elektronische Geräte aus. Was allerdings passieren kann, wenn solch ein Geschoss zum Explodieren gebracht wird, weiß User Phillippo13 zu berichten. „Vor Schreck vor einem Böller“ habe ein Freund sein Handy runterfallen lassen, schreibt er im Online-Forum.

Auch Forum-Teilnehmerin olrac1999 kann von einer Schrecksituation berichten, welche sie zum Bedauern – und aus Versehen – auslöste. „Heute (…) standen alle Jungs zusammen vor der Tribüne im Stadium und warteten auf den Sportlehrer“, schreibt sie. „Mein Freund, welcher sein neues Handy in der Hand hielt (…) stand umgedreht hinter mir. (…) Als ich mich ruckartig umdrehte, habe ich ihn aus Versehen leicht angerempelt und er hat aus Schreck (…) sein neues Handy fallen gelassen. Das Handy hat nun an der Oberseite eine leichte Schramme und an der Unterseite zwei kleine Macken.“

Platz 5: Cocktail, Cola, Limonade

„Naja, mein Galaxy Ace mag Longdrinks offensichtlich nicht so sehr wie ich”, berichtet mir ein Freund sein Handy-Missgeschick. „Es lag auf dem Tresen, das Glas stand daneben und ich war etwas … naja … unvorsichtig. Schwupps hatte das Handy auch einen Drink intus.“ Fazit: Das Smartphone gab nach der Longdrink-Taufe keinen Ton mehr von sich – nicht mal einen schiefen – fand aber seinen Weg in die Reparaturwerkstatt.

Ähnlich viel Pech hatte User Brille123456 – und zwar mit dem leicht alkoholischen Trend-Getränk Hugo. „Hey, mir ist gestern in meiner Tasche etwas Hugo ausgelaufen und mein Handy ist nass geworden. Habe dann den Akku, die SIM-Karte und die SD-Karte rausgenommen und das Handy in trockenen Reis gelegt. Vorher habe ich versucht, es anzuschalten. Es ging zwar an, aber der Bildschirm bleibt dunkel“, berichtet er sein Malheur.

Hat das Handy einen Feuchtigkeitsschaden erlitten, ist der Gang in die Reparaturwerkstatt wohl unvermeidlich, meint unser Mobilfunkexperte Hasan Öztürk. Im Interview rät er davon ab, das Gerät trocken zu föhnen oder auf die Heizung zu legen.

Habt ihr auch kuriose Missgeschicke zu berichten? Dann schreibt sie uns doch in den Kommentaren.

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