Smartphone-Daten richtig löschen

Schnappschüsse vom letzten Urlaub, WhatsApp-Chats mit Freunden, Passwörter, Adressdaten oder Telefonnummern: Smartphones wissen sehr viel über ihre Nutzer. Und die wiederum haben das geringste Interesse daran, dass das teils sensible Datenmaterial in die Hände von Dritten gerät. Doch was, wenn das Handy verkauft, versteigert oder einem guten Bekannten überlassen werden soll? Wie lassen sich die Daten sicher löschen?

Da gibt es mehrere Möglichkeiten, erfahre ich vom Mobilfunk-Experten Hüseyin Öztürk. Er sagt: „Am schnellsten ist der so genannte Hard Reset.“ Er versetzt das Gerät in den Auslieferungszustand zurück und löscht alle Daten, Programme und Einstellungen, die nach dem Kauf auf das Gerät gepackt wurden. Wie sich die gängigsten Smartphones in den Auslieferungszustand bringen lassen, verrät die Zeitschrift Chip im Netz.

Zwar lässt sich ein Hard Reset recht schnell durchführen, doch wer sich auf der sicheren Seite wähnen möchte, dem empfiehlt Hüseyin Öztürk, der zusammen mit seinem Bruder Hasan Öztürk das Mobilfunk & Service Center Ecocep leitet, vor dem Hard Reset sämtliche Ordner wie Adressbuch, Google-Konten oder WhatsApp-Verläufe manuell vom Telefon zu löschen. Bei einem Hard Reset könnten unter Umständen noch Daten auf dem Gerät zurückbleiben. „Löscht man zuerst alle Dateiordner, geht man auf Nummer Sicher“, so der Experte.

Ein Wehrmutstropfen bleibt: Datenlöschung oder Hard Reset bedeuten nicht zwangsläufig, dass die entfernten Objekte auch tatsächlich vom Telefon verschwinden. Bisweilen wird der Speicherplatz lediglich freigegeben und die Daten sind im Hintergrund noch vorhanden. Doch keine Panik: „Es bedarf schon eines gewieften Hackers mit sehr viel Spezialwissen, um die Daten zu knacken“, verrät mir Hüseyin Öztürk.

Ach ja: Wer einem Hard Reset nicht traut, dem versprechen spezielle Apps wie iErase (iOS) oder Eraser (Android) hundertprozentige Sicherheit. Die zum Teil kostenpflichtigen Zusatzprogramme überschreiben noch vorhandenes Datenmaterial mit Zeichen oder Zahlen. Und die nützen dann auch dem besten und fiesesten Hacker nichts.

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