Kult-Handys: Wir kramen die Oldies aus der Kiste

Serie Teil 1 – Mitsubishi Trium Galaxy, Motorola V60i und Siemens S35i

Samsung S4, iPhone 5s oder HTC One: Das kann ja jeder, haben wir Blogger uns gedacht – und wagemutig gleich mal einen Blick in die Schubladen geworfen. Darin gefunden haben wir so manches Handy-Urgestein, das mit außergewöhnlicher Ausstattung aufwartet. Touchscreen war damals – wie soll es auch anders sein – Fehlanzeige und der Speicherplatz mehr als begrenzt. Was uns an den Schwer- und auch Leichtgewichten seinerzeit Spaß gemacht hat und warum sie bei uns ab und an für mächtigen Frust gesorgt haben, davon wollen wir in dieser kleinen zweiteiligen Serie berichten.

Mitsubishi Trium Galaxy: Durchschnittstyp mit Klappe

Verkaufsstart: 2000
Größe: 132 x 4 x 29 mm
Gewicht: 149 g
Gesprächszeit: 3 Stunden
Stand-by: bis zu 150 Stunden (6,25 Tage)

Als das Trium Galaxy im Jahr 2000 auf den Markt kam, wurde es in diversen Testberichten für seine vergleichsweise „schwächliche“ Akkulaufzeit von sechs (!!!) Tagen kritisiert – ein Wert, von dem Smartphonenutzer heutzutage nur träumen können. Gleich zum Verkaufsstart legte sich Karo aus dem Qualitätsmanagement das Trium zu. Damals brauchte ein Handy noch nicht viel, um zu überzeugen: „Mit den hundert möglichen Telefonbucheintragen konnte ich mehr Nummern speichern, als ich Leute kannte und außerdem sah es dank der stylischen Klappe irgendwie cool aus“, erinnert sich Karo und führt im gleichen Atemzug den entscheidenden Nachteil des Geräts an: „Super ungünstig war, dass man sich zum Snake spielen die Handys der Freunde leihen musste und nur zehn SMS speichern konnte. Das stellte mich als liebestrunkenen Teenager nur allzu oft vor die Frage: Lösche ich jetzt die SMS, in der mein Freund sagt, dass er mich lieb hat, oder die, in der er sagt, dass er mich ganz, ganz doll lieb hat?“ Was für ein Dilemma!

Sibylle mit ihrem Motorola V60i

Sibylle mit ihrem Motorola V60i

Motorola V60i: Edel mit austauschbarer Alu-Hülle

Verkaufsstart: 2002
Größe: handliche 87 x 45 x 24 mm
Gewicht: 103 g
Gesprächszeit: 3,5 Stunden
Stand-by: 140 Stunden (5,8 Tage)

Mit dem V60i preschte Motorola mit einem kleinen handlichen Klapphandy mit austauschbarer Aluminiumschale auf den Markt, das – wie genial – eingehende Anrufe auf dem Außendisplay anzeigte. Unsere Grafikerin Sibylle fand das Mini-Klapphandy damals ziemlich cool – und legte es sich auch gleich zu. Kaufentscheidend war die Alu-Hülle, die wirklich edel aussah, zum Leid von Sibylle aber für Missgeschicke sorgte. „Man konnte das Handy bei einem Anruf mit nur einer Hand öffnen, was in der Anfangszeit immer mal wieder zu Bodenstürzen und bemitleidenswerten Blicken führte“, erinnert sie sich. „Immerhin gab es einen WAP-Browser, 32 Klingeltöne, einen Vibrationsalarm sowie Sprachsteuerung, einen Taschenrechner und einen Währungsrechner. Hey!“ Später entdeckte Sibylle dann noch ein Feature: Im aufklappbaren Zustand konnte man mit der Hebelwirkung ganz wunderbar Bierflaschen öffnen. Wie praktisch! Leider sah das Handy später auch wie ein zweckentfremdeter Deckelöffner aus.

Siemens S35i: Kompakt mit Spracheingabe

Verkaufsstart: 2000
Größe: 118 x 46 x 21 mm
Gewicht: 105 g
Gesprächszeit: 6 Stunden
Stand-by: bis zu 220 Stunden (9,2 Tage)

Mit seinen ungefähr 100 Gramm war das S35i ein richtiges Leichtgewicht. „Durch seine handlichen Maße war das Handy quasi ein mobiler Zwerg“, meint unsere Bloggerin und Online-Marketing-Managerin Petra, die sich das S35i ein Jahr nach Verkaufsstart im Jahr 2001 zulegte. Mit einem Schmunzeln sagt sie heute: „Das Display konnte ganze sieben (!!!) Zeilen darstellen. Wow! Und dank des integrierten Modems war es möglich, auf WAP optimierten Seiten zu surfen.“ Was Petra an dem kleinen Gerät sehr gut gefiel, war der Vibrationsalarm und, dass sie Klingeltöne selbst komponieren konnte. Mittels Sprachsteuerung konnte Petra im Übrigen bereits damals Freunde anwählen. Wie geil ist das denn?

Und jetzt bist du dran: Hast du auch ein Handy, das dir aus irgendeinem bestimmten Grund noch gut in Erinnerung geblieben ist? Dann berichte uns davon. Wir sind gespannt auf deine ganz persönliche Story!

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