JUKE: „Was möchtest du hören?“

Das begeisterte Schwärmen von Freunden aus Übersee noch im Ohr, wie toll doch der Musik-Streaming-Anbieter Spotifiy sei, war ich mehr als neugierig, das deutsche Äquivalent JUKE auszuprobieren.

Offenbar hat man es hier geschafft eine Einigung mit der GEMA zu erzielen – etwas woran der schwedische Konkurrent Spotify bisher scheiterte, weshalb dieser zwar in Österreich und zahlreichen anderen Nachbarländern Deutschlands zu nutzen ist – wer jedoch mit einer deutschen IP-Adresse versucht die Dienste in Anspruch zu nehmen, wird sofort aussortiert mit den Worten: „We’re not able to launch in every country. We’re really sorry about this.“ Deshalb nun also auf zu JUKE …

Wer oder was ist JUKE?

JUKE rühmt sich, eine der größten Musikbibliotheken der Welt zur Verfügung zu haben, die über 15 Millionen Titel umfasst. Dies schließt Interpreten von über 80.000 Major-Labels und Independent-Labels mit ein. Wie schon erwähnt steckt hinter JUKE Media-Saturn, die das Musiktechnologie-Unternehmen 24-7 mit der Entwicklung eines Streamingdienstes beauftragt haben. Heraus kam: myjuke.com

Streamingdienst – was verbirgt sich denn genau dahinter?
Dabei werden die Lieder nicht auf ein Gerät abschließend heruntergeladen, sondern die Songs werden eben nur gestreamt bzw. wie im Falle von JUKE für eine begrenzte Dauer zwischengespeichert. Das heißt, der Käufer besitzt sie nicht im herkömmlichen Sinne und kann sie dadurch beispielsweise auch nicht auf andere Datenträger kopieren. Durch ständiges Bereithalten der Songs erhofft man sich jedoch, dass dies letztendlich keinen Unterschied zum bisherigen Kaufen & Downloaden mehr macht.

Die ersten Schritte

Das Anmelden für meinen kostenlosen 14-tägigen Testaccount ging ratzfatz und die E-Mail-Bestätigung landete schneller in meinem  Postfach als ich von einem Browserreiter in den anderen wechseln konnte. Aktivierungslink angeklickt und man gelangte erwartungsgemäß auf der Begrüßungsseite von JUKE.

Der Musikgenuss kann beginnen:

Auf der Startseite gelandet, fällt die Orientierung auf Anhieb nicht allzu schwer: so werden einem als Einstieg die Top 10 von JUKE vorgeschlagen, nach Singles und Alben getrennt. Diese scheinen mir den offiziellen deutschen Charts sehr ähnlich zu sein und ich klicke auf das schöne Träumlied Video Games von Lana del Rey. Das Abspielen beginnt ohne jegliche Verzögerung, und weil ich mir vorstellen kann, dass mir das Lied noch weitere zig Male gefallen wird, kommt es in meine Playlist. Die gilt es aber erst noch zu erstellen. Einmal auf den entsprechenden Button geklickt und schon kann ich selbige einrichten. Wobei Einrichten sich aufwändiger anhört, als es tatsächlich ist – Name überlegen und das war’s auch schon. Wenig originell nenne ich meine soeben erschaffene Playlist aus aktuellem Anlass „Dezember“ und ziehe neben dem balladesken Gesäusel von der schönen Lana auch noch We Found Love von Rihanna rein (auch in den besagten Top 10 der Singles gefunden) und das komplette Album meiner derzeitigen Lieblingsband Foster The People.

Bisher war die Nutzung von JUKE so super einfach und intuitiv, dass sich spontane Begeisterung bei mir breit macht – das hier macht richtig Spaß!

…und wie geht es nun weiter?

Dass hier die aktuellen Gassenhauer aus den Charts problemlos zu finden sind, ist ja eine schöne Sache, doch wie sieht’s eigentlich mit den etwas älteren Stücken aus?

Ich beschließe meine eigentlich streng geheim gehaltene Leidenschaft für Stadionrockbands aus den 90er Jahren für Testzwecke zu nutzen und gebe entsprechende Combos ins Suchfeld ein. Und – oh Wunder – alles da! Vergnügt klicke ich ein Lied nach dem anderen an und freue mich: so lange schon nicht mehr gehört! Das ein oder andere landet dann auch in oben erwähnter Playlist – wer weiß, vielleicht werden die alten auch die neuen Lieblingslieder sein…

Dass die JUKE-Titelauswahl durchaus Grenzen kennt, stelle ich dann erst im Lauf der Zeit fest. So kommt es immer mal wieder vor, dass nicht alle Alben eines Künstlers zur Auswahl stehen. Meist sind  dann zwar vereinzelte Lieder durchaus vorhanden, doch eine umfassende Titelauswahl ist hier nicht immer verfügbar.

Generell betrachtet kommt das aber eher selten vor und ist somit durchaus zu verkraften – viel häufiger bin ich positiv überrascht, Lieder zu finden, bei denen ich mir fast sicher war, dass diese unmöglich vorhanden sein würden.

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