Im Vergleich iPad 1 vs. iPad 3

So manch einer hat sich das erste iPad gekauft, beim iPad 2 noch gewartet und überlegt nun das neue iPad 3 zu kaufen. Seit gut einer Woche ist die 3. Generation nun im Handel erhältlich. Ich habe das neue iPad genauer ins Visier genommen und stelle in diesem Artikel einen kleinen Vergleich zwischen dem ersten iPad und dem neuen iPad an, um die Frage zu klären, ob sich ein Wechsel lohnt.

Haptik, Form und Gewicht

Das abgeflachte Gehäuse des iPad 3 liegt angenehmer in den Händen als das iPad 1 und ist im Vergleich ein echter Handschmeichler.

Während das iPad 1 noch 730 Gramm in der 3G-Version und 680 Gramm in der WLAN-Version auf die Waage brachte, wiegt das neue iPad 662 Gramm in der 4G-Version und 652 Gramm in der WLAN-Version. Das iPad 3 ist also 68 Gramm bzw. 28 Gramm leichter als das iPad 1.

Ich hatte gehofft, dass das neue iPad deutlich leichter werden würde, denn wer das iPad eine längere Zeit in der Hand hält, der wird merken, dass es zu Ermüdungserscheinungen führen kann.

Zum Lesen eines Buches greife ich dann doch lieber zu meinem Kindle, der gerade mal 170 Gramm wiegt und bei langen Texten auch angenehmer für die Augen ist. Allerdings fühlt sich das iPad auch wesentlich hochwertiger an als der Kindle, der nur aus Plastik ist. Zum Surfen im Internet und entspannten Liegen auf der Couch ist das Gewicht des iPad aber vertretbar, denn normalerweise hält man dieses mit beiden Händen fest, während man den Kindle oft mit nur einer Hand hält.

Display-Vergleich

Bereits beim ersten Einschalten kann das hochauflösende Retina-Display des iPad 3 begeistern. Im Vergleich zum iPad 1 wirkt das Bild insgesamt etwas kräftiger und schärfer. Besonders fällt dies bei den Schriften auf. Während die Beschriftung der Apps beim iPad 1 noch leicht pixelig ist, sieht man beim iPad 3 kein einziges Pixel mehr. Alles wirkt gestochen scharf.

Auch bei Fotos kann man diesen Unterschied wahrnehmen. Für meinen Vergleich habe ich mehrere Fotos auf beiden iPads miteinander verglichen. Eines der vorinstallierten Fotos von Apple zeigt einen Baum mit seinen fein gemaserten Baumringen. Während man beim neuen iPad 3 jeden Ring im Einzelnen betrachten kann, wirken die Ringe beim ersten iPad etwas verwaschen, sodass man die  feinen Details nicht erkennt.

Ist das Retina Display ein Kaufgrund für das neue iPad?

Meiner Meinung nach ist das hochauflösende iPad Display nicht unbedingt ein Kaufgrund, wenn man schon ein iPad 1 (oder ein iPad 2) besitzt. Auch das Display des iPad 1 macht noch immer einen guten Eindruck, auch wenn es nicht ganz so hochauflösend ist. Wer allerdings gestochen scharfe Qualität erwartet und ein Display haben will, das so scharf ist, dass das menschliche Auge kein einziges Pixel mehr erkennen kann, für den ist das iPad 3 natürlich ein tolles Gerät. Ich zähle mich jetzt einfach mal zur letzten Gruppe. 🙂

Kamera

Eigentlich wollte ich die Kamera vom iPad 3 mit der Kamera des iPad 1 vergleichen. Allerdings fiel mir dann wieder ein, dass das iPad 1 noch gar keine Kamera hatte. 🙂 Somit ist ein Vergleich natürlich nicht möglich. Es lässt sich nur sagen, dass die Kamera das iPad auf jeden Fall bereichert.

Die Kamera ist allerdings nicht ganz so stark in lichtschwachen Räumen und neigt schnell zu ziemlich grobpixeligen Fotos. Und auch schnelle Bewegungen lassen sich mit der iPad-Kamera nur schwer festhalten. Für sich bewegende Motive eignet sich das iPad daher nicht ganz so gut, da man durch die Bewegung häufig unscharfe Fotos bekommt. Ein scharfes Foto von meiner kleinen Tochter, die ständig in Bewegung ist, war so leider kaum möglich.

Ist die Kamera ein Kaufgrund für das neue iPad?

Ich würde mal sagen, dass das iPad aufgrund der Kamera auf jeden Fall dazugewonnen hat. Allerdings ist die Kamera auch nur eine nette Zusatzfunktion. Für die richtige Fotografie sollte man doch lieber zu einer normalen Kamera greifen. Die Fotos kann man sich ja dann trotzdem auf dem iPad angucken. Für Fotos zwischendurch oder wenn mal keine Kamera verfügbar ist, eignet sich die Kamera des neuen iPad aber allemal. Aufgrund dessen ist die Kamera nicht unbedingt ein Kaufgrund, wenn man schon ein iPad 1 hat. Trotzdem möchte ich auf diese auch nicht mehr verzichten.

Geschwindigkeit

Zu guter Letzt habe ich noch versucht, die Geschwindigkeit beider iPads miteinander zu vergleichen. Hierzu habe ich verschiedene Apps zeitgleich gestartet, um zu schauen, wie viel schneller das neue iPad 3 Anwendungen öffnet. Dabei hat sich allerdings gezeigt, dass es kaum Unterschiede gab. Obwohl ich zuvor alle Apps geschlossen habe, um gleiche Bedingungen zu schaffen, gab es nur minimale Geschwindigkeitsvorteile beim Öffnen von Apps beim iPad 3. Das Starten von Monkey Island 2 dauerte beispielsweise bis zum Startbildschirm beim iPad 1 nur knapp eine Sekunde länger (27,73 Sekunden) als beim iPad 3 (26,37 Sekunden). Auch bei anderen Apps konnte ich keine großen Geschwindigkeitsvorteile beim Öffnen von Apps erkennen. Da hatte ich auf jeden Fall einen größeren Geschwindigkeitsvorteil beim iPad 3 erwartet.

Was ich nicht getestet habe, waren allerdings 3D-Spiele. Da ich normalerweise kaum spiele und aufgrund dessen auch keine grafisch aufwendigen Spiele besitze, war es mir nicht möglich die Leistungsunterschiede zu testen. Allerdings wird hier das iPad 3 seine Stärken ausspielen können und gerade durch die enorme Detailtreue des neuen Displays werden Spiele umso überzeugender dargestellt werden können.

Ist die Geschwindigkeit ein Kaufgrund für das neue iPad?

Wer so wie ich vorwiegend normale Anwendungen nutzt und nicht zu den Zockern gehört, der muss nicht unbedingt ein neues iPad kaufen, sondern kann auch weiterhin mit seinem jetzigen iPad glücklich sein. Wer allerdings auf 3D-Spiele steht und von der hohen Geschwindigkeit profitieren möchte, die das iPad 3 auf jeden Fall besitzt, der sollte wechseln.

Fazit: Sollte man sich ein neues iPad kaufen?

Wie mein Vergleich zeigt, gehört das erste iPad noch nicht zum alten Eisen. Wer dieses besitzt, kann durchaus weiterhin mit diesem Spaß haben. Das neue iPad ist jedoch schöner, moderner und leistungsfähiger und genau darum habe ich es mir auch gekauft. 🙂

Sowohl das iPad 1, als auch das nicht hier genannte iPad 2, haben ihre Schwächen, weshalb ich mir von der 3. Generation einige Verbesserungen erhofft habe.

Auch wenn die Veränderungen nur Leistungsverbesserungen darstellen und aus meiner Sicht nicht unbedingt revolutionär sind, überzeugt mich das iPad 3 schließlich doch.  Aus meiner Sicht ist es ein tolles, technisch ausgereiftes Gerät. Wer schon immer mit dem Kauf eines iPads geliebäugelt hat, der kann jetzt auf jeden Fall zugreifen.

2 Kommentare

  1. Zuerst: Guter, realistischer Test!
    Ich nutze mein iPad 1 (64gb + 3G) zum Lesen der Tageszeitung, surfen und (selten) zum Fotos schauen. Die Fotos meiner SLR kann ich übertragen, allerdings funktioniert dies etwas langsam.. Ansehen kann ich diese dennoch relativ schnell. Ansehen und besonders bearbeiten tue ich sie dann sowie so (dank der iCloud) auf dem (27 Zoll 🙂 ) iMac. Ich kann (mit dem ipad 1) also immernoch surfen und die Tageszeitung lesen.
    Es macht also keinen Sinn vom iPad 1 auf das iPad 3 umzusteigen. Das iPad 1 war einfach schon zu gut. Apple wird allerdings, mehr als genug, damit beschäftigt sein, potenzielle Kunden mit iPads (1,2,3…) versorgen zu können!

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