Entspannt in den Urlaub mit dem Google Übersetzer

Was vor einigen Jahren noch Zukunftsmusik war, ist heutzutage zum bewährten Helferlein geworden. Übersetzungssoftware wird immer leistungsstärker und bekannte Suchmaschinen stellen den digitalen Dolmetscher sogar kostenfrei zur Verfügung. Zu ihnen zählt Google – mit seinem Google Übersetzer. Gerade im Urlaub ist die App ein nützliches Tool.

Übersetzungen in Echtzeit

Der Google Übersetzer ist eine kostenlose App für Android und iOS. Mit ihr lassen sich Wörter, Sätze oder gesamte Webseiten in 80 Sprachen, darunter Chinesisch, Japanisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch oder Russisch übersetzen. Die App kann aber auch Litauisch, Tagalog, Galizisch oder Hindi. Einen großen Pluspunkt bekommt die Anwendung von mir für die intuitive Handhabung: einfach gewünschte Ausgangssprache auswählen, Text eingeben und auf die Zielsprache tippen. Schon erscheint die Antwort. Wem die Textausgabe nicht ausreicht, der kann direkt ins Mikrofon des mobilen Geräts – sei es Smartphone oder Tablet – sprechen und sich die Übersetzung anhören. Im Ausland kann die Anwendung bequem im Offline-Modus genutzt werden. Die komfortable Speech-to-Speech-Übersetzung erhält man offline jedoch nur, wenn die Sprachausgabe für beide Sprachen verfügbar und im Auswahlmenü dementsprechend mit einem Stecknadel-Icon gekennzeichnet ist.

Kann man den Übersetzungen wirklich vertrauen?

Noch vor wenigen Jahren taugten automatisierte Übersetzungen wenig. Grammatikfehler und sinnenstellte Übersetzungen waren an der Tagesordnung. Die schlimmsten Kinderkrankheiten haben die Entwickler den Apps inzwischen ausgetrieben. Einige Probleme sind dennoch übriggeblieben. Herausforderungen für die Übersetzungssoftware sind immer noch künstliche Stimmen, Dialekte, komplizierten Satzkonstruktionen oder Metapher. Auch mit Gedichten oder Redewendungen können Google Übersetzer und Co. in der Regel nicht viel anfangen. Tippt man bei Google beispielsweise „Erst wenn man stolpert achtet man auf den Weg“ ein, spuckt dieser „only when one stumbles one pays off on the“ aus. Hier klappt es mit der Übersetzung also noch nicht so recht.

Nützliche Zusatzfunktionen: Scannen und Handschrift

Unglaublich: Selbst Texte einscannen und übersetzen ist mit dem Google Übersetzer möglich. Die App nutzt hier die eingebaute Kamera als Scanner. Zuerst macht der Nutzer vom zu übersetzenden Text ein Bild. Dann markiert er diesen, was durchaus eine gewisse Fingerfertigkeit abverlangt. Im Anschluss kann die Übersetzung beginnen. Meiner Meinung nach ist die Scan-Funktion ein überaus spannendes Feature. Interessant finde ich auch, dass der Google Übersetzer selbst mit handgeschriebenen Texten etwas anfangen kann. Wählt man unterhalb des Eingabefeldes den Menüpunkt „Übersetzung von handgeschriebenen Text“ aus und schreibt das Wort oder den Satz mit dem Finger in das vorgesehene Feld, sucht Google nach der passenden Übersetzung. Neben Deutsch und Englisch erkennt die App inzwischen auch Chinesisch und Japanisch. Gerade für Tablet-Nutzer ist die handschriftliche Eingabe eine wahre Alternative. Für Smartphone-Nutzer dürfte diese Funktion wegen des kleinen Schreibfeldes durchaus eine Herausforderung sein. Probiert es doch einfach mal aus.

Mein Fazit:

Auch wenn der Google Übersetzer noch nicht perfekt übersetzen kann, lässt sich mit der App inzwischen durchaus etwas anfangen. Gerade im Urlaub kann die Software als Retter in der Not fungieren. Denn nicht jeder, der im Ausland unterwegs ist, beherrscht die Fremdsprache auch. Und mit Zeichensprache stößt man schnell an seine Grenzen. Mithilfe der Übersetzungssoftware, lässt sich schnell das richtige Wort oder der richtige Satz finden. Die kleinen Macken des Programms stören mich wenig. Schließlich frage ich im Urlaub eher nach dem Weg oder nach dem richtigen Wort für eine bestimmte Sache – und nicht nach einem Gedicht oder einer Metapher. Das Gesamtpaket und die intuitive Eingabe haben mich überzeugt. Für professionelle Übersetzungen ist hingegen noch etwas Entwicklerarbeit nötig.

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