Mit diesen Gadgets schützt du dein Fahrrad vor Diebstahl

340.000 Fahrraddiebstähle wurden 2014 in Deutschland polizeilich erfasst. Die Aufklärungsquote lag in den letzten Jahren relativ stabil bei 10 Prozent. Sprich: Die Wahrscheinlichkeit, dass du dein Fahrrad nach einem Diebstahl wiederbekommst, ist äußerst gering. Ein paar Startups wollten sich damit nicht zufrieden geben und haben Gadgets entwickelt, die den Diebstahl verhindern sollen oder bei der Suche helfen, wenn es doch passiert ist. Wir stellen euch drei innovative Ideen vor:

Insect von Fahrradjäger

Das Rostocker Startup „Fahrradjäger“ hat eine Alarmanlage fürs Fahrrad entwickelt. „Insect“ wird am Fahrradrahmen befestigt und verbindet sich über die „Fahrradjäger-App“ mit dem Smartphone. Versucht jemand, das Rad zu stehlen, schlägt „Insect“ Alarm und der Besitzer wird benachrichtigt. Ist dieser nicht in der Nähe, werden zusätzlich alle Mitglieder der Fahrradjäger-Community in der Umgebung per App alarmiert. Wurde das Fahrrad doch gestohlen, wird „Insect“ zum Peilsender. Sobald ein Fahrradjäger in der Nähe des gestohlenen Bikes ist, schlägt das Gadget erneut Alarm und der Besitzer bekommt ein Standortupdate. Mit seiner Ortungstechnik gegen Fahrraddiebe hat das Startup im letzten Jahr sogar einen von Google und Volkswagen unterstützten Gründerwettbewerb gewonnen. Wer „Insect“ nutzen möchte, muss sich noch etwas gedulden. Der Marktstart ist für November 2016 geplant. Allerdings kann das Produkt jetzt schon zum Early-Bird-Preis von 40 Euro vorbestellt werden.

Die smarte Pedale von Connected Cycle

Bereits auf der Consumer Electronics Show 2015 hat das französische Startup „Connected Cycle“ ein smartes Fahrradpedal vorgestellt, das Radtouren, Kalorienverbrauch und Co. erfasst, aber eben auch vor Diebstahl schützen soll. Dazu wird das Pedal per GPS und einer eigenen Mobilfunktechnik mit dem Smartphone verbunden. Beim Fahren lädt der Akku permanent auf, so dass keine externe Energieversorgung notwendig ist. Das Pedal hat seine eigene Internetverbindung und ist somit ständig online. Bei einem Diebstahlversuch schlägt der Bewegungsmelder Alarm und sendet einen Hinweis an den Besitzer. Für den Fall, dass das Bike doch geklaut wird, lässt sich über GPS der Standort ermitteln. Übrigens können die Pedale nicht nur ganz einfach am Fahrrad, sondern auch am E-Bike befestigt werden. Für 189 US-Dollar ist das Produkt über Indigogo bestellbar.

Das unstehlbare Fahrrad Yerka

Kein Gadget, sondern ein komplettes Fahrrad, das nicht gestohlen wird, haben sich drei Chilenen ausgedacht. „The Unstealable Bike“ nennen sie ihre Erfindung und schüren damit große Hoffnung. Ob das Fahrrad, das übrigens Yerka heißt, wirklich nicht gestohlen werden kann, ist unklar. Aber zumindest macht ein Diebstahl nicht viel Sinn. Das Fahrrad nutzt nämlich seinen eigenen Rahmen als Schloss. Wer es knacken will, zerstört den Rahmen oder die Sattelstange und macht das Bike damit unbrauchbar.

Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo kam die Innovation gut an. Aktuell sind die Räder ausverkauft. Doch bei dem Erfolg legen die jungen Gründer sicher bald nach.

Hinterlasse einen Kommentar