Frühjahrsputz für Laptop und PC

Die ersten Sonnenstrahlen im Frühling vertreiben nicht nur die miese Winterstimmung. Nein, manch einer oder eine verspürt ganz nebenbei den großen Drang, mal gründlich sauber zu machen. Da wird nicht nur der Schmutz vom Boden oder den Fenstern gewischt, auch Auto und Balkon werden auf Hochglanz beziehungsweise auf Vordermann gebracht. Selbst PC und Laptop bleiben von der einen oder anderen Frühjahrsputzaktion nicht verschont. Doch wie bekommt man Krümel, klebrige Flecken und Staub auf und in den Geräten am effektivsten weg? Hier meine Favoriten unter den Reinemachtipps:

Druckluft für die Tastatur

Als absolute Allzweckwaffe bei der Reinigung der Tastatur erweist sich Druckluft-Spray. Es kommt zum Einsatz, nachdem ihr den groben Dreck zwischen den Tasten beseitigt habt – durch Umdrehen der Tippleiste und ein paar Klopfern auf die Rückseite. Mit Druckluft lassen sich dann die restlichen Fussel ganz leicht aus den Ritzen pusten. Alternativ geht auch ein Fön, auf kalte Stufe gestellt, oder ein Staubsauger. Noch sauberer wird die Tastatur, wenn ihr sie im Anschluss mit einem mit Seifenlauge befeuchteten Tuch und Wattestäbchen reinigt. Lasst alles gut trocknen. Dann gibt es keinen Kurzschluss.

Für eine super gründliche Reinigung müsst ihr die Tasten abbauen. Mit einem Stift oder Schraubendreher lassen die sich einfach aus der Halterung hebeln. Selbst bei einem Apple-Keyboard ist das möglich, wie dieses Video zeigt. Wer einen Geschirrspüler hat, packt die Tasten dann in den Besteckkorb und unterzieht sie einem Spülgang bei maximal 40 Grad. Die Tasten sind laut Online-Portal chip.de in der Regel spülmaschinenfest. Bei Billig-Tastaturen ist Vorsicht geboten, weil die Buchstaben nur aufgedruckt sein könnten und sich bei einem zu starken Reinigungsversuch in dem Fall ablösen. Wichtig: Bevor ihr loslegt, macht ein Bild von der Tastatur. Damit wisst ihr, an welche Stelle ihr welche Taste am Ende wieder einbauen müsst.

Achtung! Geht beim Reinigungsversuch in der Spülmaschine oder beim Herauslösen der Tasten etwas schief, erlöschen in der Regel mögliche Gewährleistungs- oder Garantieansprüche. Wer auf Nummer sicher gehen will, belässt die Tasten in der Platine und befreit sie mit Seifenlauge, Tuch und Wattestäbchen vom Schmutz. An Notebook-Tastaturen werkelt ihr am besten nicht herum. Das Tastenherauslösen erweist sich hier umso kniffeliger und die Tastatur könnte brechen.

Mikrofasertuch und Seifenlauge für den Bildschirm

Beim Abwischen des Monitors sollte ein Mikrofasertuch zum Einsatz kommen, das von oben nach unten oder von links nach rechts bewegt wird. Kreisende Bewegungen verteilen den Schmutz nur auf dem Display. Ungeeignet für die Display-Reinigung sind Papiertücher, Schwämme oder Küchenlappen, sagt das Computermagazin com!. Könnt ihr die Ecken des Bildschirms nicht erreichen, schafft ein weicher Pinsel oder ein Wattestäbchen Abhilfe. Für eine feuchte Reinigung eignet sich Seifenlauge, die niemals direkt auf den Monitor, sondern auf das Putztuch gesprüht werden sollte. So kann Reinigungsflüssigkeit nicht durch Schlitze in den Monitor gelangen.

Staubsauger und Druckluft für das PC-Gehäuse

Das PC-Gehäuse erweist sich als wahre Keimschleuder. Über die Zeit sammelt sich darin so einiges an Dreck an. Zum Reinigen der Lüfter und Kühlkörper trennt ihr den PC zuerst vom Netz, öffnet anschließend das Gehäuse und zieht alle Kabel der Lüfter ab.

Jetzt kommen Staubsauger, ohne Aufsatz, und ein kleiner Pinsel zum Einsatz. Mit dem Pinsel entfernt ihr die Staubteilchen, die sich im Inneren des Computers an den Lüftern und Lüftungsschlitzen angesammelt haben. Mit dem Staubsauger saugt ihr vorsichtig die losen Staubteilchen ab. Bei schwer zu erreichenden Stellen schafft die bewährte Druckluft aus der Dose Abhilfe. Damit sich die Lüfter beim Ausblasen nicht drehen, blockiert ihr sie am besten mit einem Bleistift oder einem Zahnstocher. Drehende Lüfter arbeiten schließlich wie Dynamos und können Kurzschlüsse verursachen. Größere Flächen ohne Schlitze bekommt ihr mit einem weichen, fusselfreien Tuch sauber, das ihr leicht mit Seifenlauge angefeuchtet habt.

Hinterlasse einen Kommentar