Fünf Fitness-Apps im Praxistest

Fitness-Apps liegen voll im Trend, bringen die Anbieter doch immer mehr dieser virtuellen Trainingshilfen auf den Markt. Wir wollten es wissen: Was können die Apps wirklich? Und: Halten sie auch, was sie versprechen. Und so haben wir für euch einmal fünft dieser Apps genauer unter die Lupe genommen.

Virtual Gym

VirtuaGym Fitness Home & Gym

Was kann die App? Die App funktioniert wie ein persönlicher Trainer und unterstützt bei der Gestaltung eines individuellen Fitness-Trainingsplans. Die Vielfalt der Übungen macht die App sehr attraktiv. VirtuaGym ist sowohl für zu Hause als auch fürs Fitnessstudio geeignet.
Wie funktioniert die App? Trainiert wird nach vorgegebenen Workouts. Man kann sich das Trainig aber auch individuell aus 400 Fitness-Übungen zusammenstellen. Die Übungen sind optisch reizvoll mittels 3D-Grafiken dargestellt. Kurze Videos vermitteln anschaulich die einzelnen Bewegungsabläufe. Jede Übung wird ausführlich mit Text und Bildern erläutert. Selbst Gewichtsabnahme und Anzahl der absolvierten Übungen lassen sich verfolgen. Ein Aktivitätskalender zeigt tagesweise die absolvierten Übungen an.
Preis: Kostenlos. Die Pro-Version mit zusätzlichen Übungen und Ernährungsratgeber gibt es für 5,99 Euro (vier Wochen) oder 29,99 Euro (zwölf Wochen).
Welche Daten sind zur Registrierung notwendig? E-Mail-Adresse oder Facebook-Account. Die App fragt zudem nach dem Gewicht.
Motivationsfaktor: Gut. Die eigene sportliche Entwicklung wird aufgezeichnet und Anwender werden durch Auszeichnungen – sogenannte Badges – motiviert, die man für erfolgreiches Absolvieren von Workouts bekommt. Darüber hinaus wird man mit Sätzen wie „Die letzten 10 Sekunden“ angespornt.
Spaßfaktor: Sehr gut. Langeweile kommt bei der Übungsvielfalt nicht auf. Die eigenen Leistungen können zudem auf sozialen Netzwerken mit Freunden geteilt werden.
Probleme: Möchte man etwas mehr in die Tiefe gehen, reicht die kostenfreie Version nur begrenzt aus und es empfiehlt sich die Pro-Version.
Wird Werbung geschaltet? Nein.
Betriebssysteme: Android und iOS.
VirtuaGym hat Petra, unsere Online-Marketing-Managerin, für euch getestet. Ihr Fazit: Die App punktet mit ihren attraktiven 3D-Übungen und einem individuellen Trainingsplan und damit, dass sie ohne Werbung auskommt.

Endomondo

Endomondo Sports Tracker

Was kann die App: Die App will etwas für jede Sportart sein – egal ob fürs Laufen, Fahrrad- oder Skifahren, Squashspielen oder für American Football. Sie erfasst die sportlichen Aktivitäten und sagt die Dauer, Kalorienverbrauch, Geschwindigkeit und einiges mehr an – sogar, wie viel Wasser ihr nach dem Sport trinken solltet. Ihr könnt Freunde herausfordern oder sportlichen Erfolge in der Community teilen.
Wie funktioniert die App? Sportart wählen, Startknopf drücken und loslaufen oder -fahren oder was auch immer ihr machen wollt.
Preis: Kostenlos. Die Pro-Version kostet monatlich 3,59 Euro oder jährlich 26,99 Euro und bietet unter anderem einen Trainingsplan und einen Schrittzähler.
Welche Daten sind zur Registrierung notwendig? Name, Geschlecht, E-Mail-Adresse oder Google+ beziehungsweise Facebook-Account.
Motivationsfaktor: Spitze fürs Joggen und Fahrradfahren. Man erhält viele Infos zu seinem sportlichen Ergebnissen, was motiviert.
Spaßfaktor: Gut. Man kann seine Ergebnisse mit anderen oder früheren Trainings vergleichen. Weckt den Ehrgeiz.
Pobleme: Wie man bei Sportarten wie Schwimmen, Kickboxen oder Kitesurfen mit seinem Smartphone tracken will, ohne dass das Gerät einen Schaden davon trägt, bleibt ein Rätsel.
Wird Werbung geschaltet? Kleine, kaum bemerkbare Werbung im Display bei der kostenlosen Version.
Betriebssysteme: Android, iOS.
Diese App hat assona-Marketing-Managerin Henrike für euch getestet. Ihr Fazit: Nützliche App, die vielleicht etwas zu viel verspricht.

Runtastic

Runtastic Sit-Up-App

Was kann die App? Waschbrettbauch-App, mit deren Hilfe Sit-Ups trainiert werden können.
Wie funktioniert die App? Man legt sich auf den Rücken, klemmt die Füße irgendwo unter und hält das Handy über der Brust in den Händen. Bei jedem Sit-Up wird der Bewegungssensor ausgelöst und ein Sit-Up gewertet. Trainiert wird in Sets in Intervallen – zum Beispiel 2-3-3-2. Man kann sich Statistiken anzeigen lassen, etwa Kalorienverbrauch oder Trainingsdauer, und die Performance mit Freunden im Runtastic Fitness-Portal teilen und vergleichen.
Preis: Kostenlos. Die Pro-Version gibt es für einmalig 1,99 Euro.
Welche Daten sind zur Registrierung notwendig? Facebook-Account oder Emailadresse, Passwort, Geburtsdatum, Name, Geschlecht, Geburtstag, Gewicht, Größe.
Motivationsfaktor: Gut. Es gibt eine Reihe von Motivations-Sounds.
Spaßfaktor: Mäßig. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, bei Sit-Ups das Handy in den Händen zu halten.
Probleme: Bei zu schnell ausgeführten Sit-Ups zählt die App manchmal gleich zwei oder drei Sit-Ups. Schummeln ist einfach.
Wird Werbung geschaltet? Ja, in der kostenlosen Version. Fällt aber kaum auf.
Betriebssysteme: iOS, Android.
Diese App hat Mandy aus der Unternehmenskommunikation für euch getestet. Ihr Fazit: Interessante App, mit der man sich bei Sit-Ups nicht so alleine fühlt und besser im Überblick hat, wieviel man trainiert.

Noom Walk

Noom Walk

Was kann die App?: Die App fungiert als klassischer Schrittzähler. Man hat zudem die Möglichkeit, sich mit anderen Usern weltweit zu vergleichen. Zusätzlich kann man seine Ergebnisse in sozialen Netzwerken teilen. Die App kommt allerdings auch vollkommen ohne Social Media Anbindung aus.
Wie funktioniert die App? Die App nutzt – anders als viele Schrittzähler-Apps – kein GPS, sondern zählt die Schritte nur durch die Bewegungen des Handys. Sie ist deshalb nicht hundertprozentig genau, verbraucht dafür aber sehr wenig Akku. Da die App immer im Hintergrund läuft, muss sie nicht extra eingeschaltet werden. Das Icon auf dem Startbildschirm zeigt immer die aktuelle Schrittzahl an, auch ohne, dass die App extra aufgerufen werden muss.
Preis: Kostenlos.
Welche Daten sind zur Registrierung notwendig? Zur Registrierung reichen E-Mailadresse und ein selbst gewählter Nutzername aus. Angaben zu Gewicht oder Größe sind nicht erforderlich.
Motivationsfaktor: Gut. Die App spornt nicht zu sportlichen Höchstleistungen an, aber wenn man erst wenige Schritte zurückgelegt hat – 10.000 am Tag werden empfohlen – macht man sich nach dem Abendessen eher noch zu einem Spaziergang auf, anstatt vor dem Fernseher zu versauern.
Spaßfaktor: Eher gering. Die App ist eben ein Schrittzähler – nicht mehr und nicht weniger.
Probleme: Die App kann relativ einfach ausgetrickst werden indem man das Handy einfach schüttelt, anstatt die Füße zu bewegen.
Wird Werbung geschaltet? Nein.
Betriebssysteme: Android.
Diese App hat Karolin aus dem Qualitätsmanagement für euch unter die Lupe genommen. Ihr Fazit: Sinnvolle und schlichte App ohne viel Schnickschnack.

NTC

Nike Training Club

Was kann die App? Die App bietet über 100 Workouts für den ganzen Körper, vorgeführt von professionellen Trainern und bekannten Sportlern. Die Übungen werden Schritt für Schritt erklärt. Für die richtige Ausführung kann man sich zu jeder Übung auch ein Video herunterladen. Die Ergänzung der Übungen durch Joggen wird empfohlen. Dazu ist eine Koppelung mit der Nike+ Running-App möglich. Je nachdem, ob man abnehmen, Muskel definieren oder richtige Muskelpakete bekommen möchte, variieren die Übungen. Das persönliche Fitnesslevel wird berücksichtigt. Wer vom vorgeschlagenen Programm abweichen möchte, kann dies tun. Das Training lässt sich variieren und einzelne Workouts austauschen.
Wie funktioniert die App? Workout auswählen, am besten Videos dazu herunterladen, sich mit den Übungen vertraut machen und los geht’s. Wer mag, kann noch passende Musik aus seinen Playlisten auswählen. Die Zeit läuft rückwärts und es wird angesagt, welche Übungen wie ausgeführt werden sollen. Zeitliche Zwischenstände werden genannt und die trainierten Workouts, Programme und Minuten werden gezählt. Angeblich gibt es ab einer bestimmten Minutenanzahl auch kleine Goodys, zum Beispiel zusätzliche Workouts mit bekannten Sportlern. Wer will, kann seine Ergebnisse in sozialen Netzwerken teilen.
Preis: Kostenlos.
Welche Daten sind zur Registrierung notwendig? Unter anderem Benutzername, E-Mailadresse, Passwort.
Motivationsfaktor: Gut. Die Lieblingsmusik zum Anheizen, eine nette Stimme, die das Training begleitet, und die Möglichkeit, das Training ganz individuell auf sich zuzuschneiden, motivieren zum regelmäßigen Workout.
Spaßfaktor: Ganz gut. Die Übungen sind anstrengend, aber machen mit der App durchaus Spaß.
Probleme: Die verschiedenen Übungen sind nicht immer so einfach zu merken, gerade am Anfang. Außerdem ist die App komplett auf Frauen ausgerichtet. Männer fühlen sich von dem Training bestimmt nicht angesprochen, obwohl die Übungen sicher genauso für sie geeignet wären.
Wird Werbung geschaltet? Nein.
Betriebssysteme: iOS, Android.
Diese App hat Steffi aus der Unternehmenskommunikation für euch getestet. Ihr Fazit: Nützliche App die zum Training motiviert.

Hinterlasse einen Kommentar