Optimal versichert in die Fahrradsaison

Der Frühling ist da, der Startschuss für die Fahrradsaison gefallen – und damit auch der Startschuss für arglistige Fahrraddiebe. Rund 317.000 Bikes haben Langfinger sich im Jahr 2013 geschnappt und dabei mit Vorliebe hochwertige Markenbikes entwendet. Glück im Unglück hatten jene Beklauten, die den Verlust von einer Versicherung ersetzt bekamen. Doch welche Versicherung springt ein, wenn das Bike zum Diebesgut geworden ist?

Hausratversicherung

Die gute Nachricht lautet: Grundsätzlich sind Fahrräder, die in der Wohnung, im Keller, in der Garage oder im verschlossenen Fahrradraum stehen, als beweglicher Besitz über die Hausratversicherung abgesichert. Wird das Rad bei einem Einbruch beschädigt oder geklaut, ist der Schaden gedeckt – zumindest bis zu einer bestimmten Versicherungssumme. Wird es jedoch an einer Laterne angeschlossen und dann dort gestohlen, gilt das nicht als Einbruchdiebstahl. Für diesen sogenannten „einfachen Diebstahl“ brauchen Fahrradbesitzer einen speziellen Schutz. Laut Bund der Versicherten (BdV) ist dieser in guten Hausratversicherungen eingeschlossen.

Separate Fahrradversicherung

Fahrradbesitzer sollten also prüfen, ob ihr Bike über die Hausratversicherung angemessen abgesichert ist. Ist es das nicht, oder liegt gar keine solche Police vor, empfiehlt sich eine separate Fahrradversicherung. Deren Versicherungsschutz erstreckt sich nicht allein auf Diebstahl, sondern kann auch die Reparaturkostenübernahme und Leistungen bei Unfällen beinhalten. Auch E-Bikes oder Pedelecs lassen sich so absichern. Wer eine solche Extrapolice abschließt, sollte bedenken: Damit die Versicherung bei einem Diebstahl greift, muss das Rad mit einem Schloss abgesichert werden.

Privathaftpflicht

Die Privathaftpflichtversicherung hilft bei Diebstahl nicht. Mit ihr schützen sich Fahrradfahrer vor Kosten, die durch Schäden entstehen, die sie mit dem Fahrrad verursachen. Für Besitzer von E-Bikes und Pedelecs gelten besondere Regeln. So müssen E-Bikes und S-Pedelecs, die bis zu 45 km/h schnell fahren können, ein Versicherungskennzeichen haben und sind darüber haftpflichtversichert. Pedelecs, die den Fahrer während des Tretens über einen Elektromotor nur bis zu einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h und mit einer Leistung von maximal 250 Watt unterstützen, werden von den Versicherern dem Fahrrad in der Regel gleichgestellt und sind in dem Fall beitragsfrei in der Privathaftpflicht eingeschlossen.

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