Schäden am E-Book-Reader vermeiden

Auch wenn wir den Duft von gedrucktem Papier lieben und es sich einfach gut anfühlt, ein Buch in der Hand zu halten, sind die Vorzüge von E-Books nicht zu verschweigen. Man kann sein gesamtes Bücherregal immer in der Tasche haben. Neue Titel sind schnell verfügbar und E-Books haben zusätzliche Funktionen wie Notizen, Markierungen und Übersetzungen, die viele Nutzer sehr schätzen. Immer mehr Menschen greifen daher beim Lesen zum E-Book-Reader oder anderen mobilen Geräten. Das bestätigt auch eine Studie des Bitkom, nach der jeder fünfte Deutsche digitale Bücher konsumiert. Auch wenn viele unterwegs eher zum Smartphone oder Tablet greifen, wird  auch die Fangemeinde der E-Book-Reader stetig größer. Wie alle mobilen Geräte sind die Reader besonderen Bedingungen ausgesetzt. Wir verraten euch, welche Schäden typisch sind und wie ihr diese vermeiden könnt.

Schutz vor Kälte

Wie auch beim Smartphone oder Tablet handelt es sich bei einem E-Book-Reader um ein Hightech-Gerät, das vielen Gefahren im Alltag ausgesetzt ist. Aktuell haben Besitzer von digitalen Readern mit den Einflüssen des Winters zu kämpfen. Bei sehr niedrigen Temperaturen kann das Gerät schnell seine Funktionen einbüßen. Daher solltet ihr es am besten gar nicht so weit kommen lassen. Seid ihr draußen unterwegs, tragt den Reader möglichst dicht am Körper oder zumindest in einer gut schützenden Tasche. Bei zu niedrigen Temperaturen droht die Akkuleistung rapide zu sinken und das Display kann ausfallen. Neben extremer Kälte können auch Temperaturschwankungen Schaden anrichten. Im schlimmsten Fall bildet sich Kondenswasser und der E-Book-Reader ist nicht mehr zu reparieren. Bei einem Temperaturwechsel also unbedingt warten bis das Gerät wieder eine normale Gradzahl erreicht hat.

Keine Hitze oder direkte Sonneneinstrahlung

Ebenso wie extreme Kälte kann auch starke Hitze zum Problem werden. Auch wenn es bei den aktuellen Temperaturen kaum vorstellbar ist, aber der nächste Sommer kommt ganz bestimmt. Und der nächste Urlaub in den Süden vielleicht noch eher. So oder so gibt es ein paar Dinge zu beachten. E-Book-Reader sollten nicht zu lange direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. In der Bedienungsanleitung findet man meist eine Angabe darüber, welche Temperaturen das Gerät verträgt, in der Regel sind das 35 bis 40 Grad. Eine dauerhafte und große Hitze sollte man jedoch grundsätzlich vermeiden. Beim Display können sich nämlich Flüssigkeitskristalle lösen und zu Bildfehlern führen. Auch der Akku leidet unter hohen Temperaturen. Er  entlädt sich bei der Wärme sehr schnell und kann dauerhaft an Leistung einbüßen. Hat sich das Gerät doch mal überhitzt, lasst es unbedingt abkühlen, bevor ihr es wieder in Betrieb nehmt. Ansonsten helfen auch Schutzhüllen vor direkter Sonneneinstrahlung.

Gefahr durch Flughafen-Scanner?

Egal ob ihr in den Urlaub fahrt oder aus anderen Gründen mit dem Flieger unterwegs seid: Nach dem Sicherheitscheck solltet ihr euren Reader ganz genau begutachten. Im Internet kursieren nämlich Beschreibungen von Schadensfällen bei E-Book-Readern nach der Flughafen-Kontrolle. Der Daily Telegraph, aber auch zahlreiche Privatpersonen, berichten von Beschädigungen durch den Flughafen-Scanner. Nach der Sicherheitskontrolle seien Displays kaputt und der Reader nicht mehr nutzbar gewesen. Es wird zum einen vermutet, dass die Röntgenstrahlen der Scanner die Bildschirme zerstören. Zum anderen gibt es auch die Erklärung, dass die Schäden am Display aufgrund der Aufladung durch die gummierten Transportrollen des Flughafen-Scanners zu Stande kämen. Ob eine der Varianten tatsächlich stimmt, ist unklar. Amazon, dessen E-Book-Reader hier scheinbar besonders betroffen waren, ersetzte die kaputten Geräte, zweifelte aber an den Theorien. Es wird berichtet, dass die Nutzung von Schutzhüllen den Schaden abwenden kann. Ansonsten checkt am besten recht bald nach der Kontrolle euren Reader und meldet mögliche Schäden eurem Hersteller.

Feuchtigkeit

Eine große Gefahr beim digitalen Lesen stellen auch sämtliche Flüssigkeiten dar.  Darum haltet euren Reader möglichst fern davon. Sollte es doch mal passieren, dass dieser feucht wird, darf er auf keinen Fall in Betrieb genommen werden. Mit einem trockenen Lappen das Gerät abwischen und hier besonders auf die stromführenden Schnittstellen achten. Erst wenn alles komplett trocken ist, kann der Reader wieder angeschaltet werden.  Ansonsten droht ein sofortiger Kurzschluss. Ist euer Gerät komplett abgetaucht, solltet ihr es lieber in Profihände geben.

Diebstahl

Ein Problem von mobilen Geräten ist, dass sie schnell zur Diebesbeute werden können. Deshalb solltet ihr auch euren E-Book-Reader nicht unbeaufsichtigt lassen und in Menschenmengen eng bei euch tragen. Habt ihr einen Zugang zu einem Online-Shop, richtet unbedingt einen Passwortschutz ein. Falls euer Gerät doch mal in falsche Hände geraten sollte, kann zumindest keine Ware auf eure Kosten geordert werden. Im Falle eines Diebstahls solltet ihr sofort Anzeige erstatten. Hierbei ist es ratsam die Gerät- bzw. Seriennummer zur Hand zu haben. Wollt ihr den Schadensfall bei der Versicherung geltend machen, benötigt ihr  auch noch den Kaufbeleg.

Hinterlasse einen Kommentar