International CES 2013: Las Vegas im Technikfieber

Technikfans aus aller Welt blicken in dieser Woche nach Las Vegas. Traditionell zum Jahresauftakt findet hier die International Consumer Electronics Show statt, eine der weltweit größten Messen für Unterhaltungselektronik. Namhafte Hersteller präsentieren neue Produkte und Trends und geben damit einen Ausblick, wohin sich die Unterhaltungselektronik 2013 entwickeln wird. Auch wir haben die CES verfolgt und stellen euch eine kleine Auswahl an interessanten Neuheiten vor.

Fernseher in XXL

Die Hersteller liefern sich einen Wettstreit, wenn es um die Größe der Fernsehgeräte geht. Mittlerweile haben die Spitzenreiter eine Bildschirmdiagonale von über 2 Metern. Ganz vorn mit dabei sind Samsung, Sharp und LG. Letzterer darf seinen Ultra HD Fernseher mit 2,13 Metern, sprich 84 Zoll, mit einem „Best of Innovations“-Preis der CES schmücken. Die Auflösung der Geräte ist ein weiteres Merkmal, das auf der Messe bestaunt werden darf. Die Ultra HD Fernseher der Hersteller aus Fernost haben eine enorme Auflösung, die sogenannte 4K-Auflösung. Die TV-Geräte können viermal mehr Bildpunkte anzeigen als herkömmliche Full-HD-Modelle. Wer gerade schon in Gedanken sein Wohnzimmer umgestaltet, sollte noch kurz einen Blick auf den Preis werfen. Denn mit 20.000 Dollar aufwärts sind die Geräte eher etwas für gut betuchte Technikfans. Die Konzerne nutzen ihre Technikgiganten als technische Aushängeschilder, um zu zeigen, was sie können. Auch die OLED-Technik ist in Vegas schwer angesagt. In diesem Jahr sollen endlich Geräte mit der neuen Technologie in den Handel kommen. Anders als LCD-Bildschirme benötigen OLEDs keine zusätzliche Beleuchtung und bieten ein deutlich kontrastreicheres Bild.

Smartphone oder Tablet? Phablet!

Smartphone oder Tablet, das ist hier die Frage. Auf der CES wurden die sogenannten Phablets vorgestellt, eine Wortzusammensetzung aus Phone und Tablet. Zurückzuführen ist die Wortschöpfung auf die Tatsache, dass die Geräte mit einem 5- bis 6-Zoll-Display genau die Lücke zwischen Smartphone und Tablet-PC füllen. Hersteller sind hier vorrangig ZTE und Huawei aus China, aber auch LG und Sony mischen hier mit. Eine Tatsache, die die Verbraucher freuen wird, zeigt die CES auch ganz deutlich: Es gibt immer mehr Tablets und sie werden immer preiswerter.

Smartphone – ein Alleskönner

Ob beim Erscheinen des ersten Smartphones vor sechs Jahren schon klar war, was man mit diesem kleinen Gerät mal alles machen kann? Vermutlich nicht. Die Technikmesse in Las Vegas zeigt einige Beispiele. Laut Consumer Electronics Association (CEA), dem Veranstalter, haben 65 Prozent der gesamten mobilen Nutzung nichts mehr mit der reinen Kommunikation zu tun. Ganz neue Märkte sind mittlerweile entstanden und so verwundert es nicht, dass der Anteil der CES-Aussteller aus dem Gesundheits- und Fitnessbereich um ein Viertel gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Die technischen Möglichkeiten, positiven Einfluss auf das eigene Wohlbefinden zu nehmen, werden immer raffinierter. Eine Firma aus Singapur präsentiert einen Aufsatz fürs iPad, der verschiedene Signale des Körpers misst, um Aussagen über den Fitness- und Stresszustand des Benutzers machen zu können. Ein anderes, recht kurioses Produkt, schimpft sich Hapifork – eine Gabel, die vibriert, wenn man zu schnell isst. So soll man wieder anfangen, sich bewusster zu ernähren. Zehn Prozent der Kalorienzufuhr sollen dadurch reduziert werden. Hier ein kleines Video zu den Neuvorstellungen.

Online im Auto

 Der Wunsch der Konsumenten ist den Herstellern Befehl. Zum Beispiel die Verbindung von Auto und Internet, denn Autofahrer wünschen sich auch unterwegs Zugriff auf Online-Dienste. Wie sich Smartphones und Internetservices nahtlos integrieren lassen – das ist ebenfalls ein Schwerpunkt der diesjährigen CES. Die Autohersteller haben die Computershow für sich entdeckt und so sind u.a. Audi, Chrysler, Ford, und General Motors vertreten. Sie zeigen Infotainment-Angebote in ihren Fahrzeugen, neue Technologien zur Unfallvermeidung und sogar Ideen für das computergesteuerte Auto der Zukunft werden dem Fachpublikum nicht vorenthalten. Der deutsche Vertreter konzentriert sich auf die Präsentation verschiedener mobiler Lichtvisionen und darauf, wie ein künftiger Stauassistent aussehen könnte. Im zähfließenden Verkehr, bis zu einem Tempo von 60 km/h, unterstützt das pilotierte Fahren den Fahrer innerhalb entsprechender Grenzen beim Lenken, Beschleunigen und Bremsen. Automatisiert werden zukünftig auch Parkvorgänge – wie beispielsweise in enge Parklücken am Straßenrand, in Garagen oder sogar in Parkhäusern – selbstständig vom Fahrzeug übernommen.

Zahlreiche weitere Neuheiten, Trends und Geräte wurden auf der International CES vorgestellt. Was sind eure Highlights der diesjährigen Messen? Welche Trends, glaubt ihr, werden uns in diesem Jahr weiter begleiten?

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