assona spendet der DRK Tagesgruppe Marzahn ein Hochbeet

Leckere Erdbeeren, duftender Lavendel und scharfe Radieschen: Das und mehr wächst in dem niegelnagelneuen Hochbeet, das die sieben- bis zwölfjährigen Jungs und Mädels der DRK Tagesgruppe in Berlin-Marzahn just angelegt haben. Das Geld dafür haben assona-Mitarbeiter in einer Spendenaktion Ende letzten Jahres gesammelt. Passend zum Frühling waren wir zu Besuch in Marzahn und haben den symbolischen Scheck über 250 Euro an die Tagesgruppe übergeben. Das Resultat, ein selbstgebautes Hochbeet inklusive kleiner Pflänzchen, konnten wir bei dieser Gelegenheit bereits bestaunen.

„Zu sehen, wie aus den Samen langsam Pflanzen werden, war total beeindruckend für unsere Kids“, verriet uns Nadine Scheel, die Leiterin der DRK Tagesgruppe. „Die meisten von ihnen haben noch nie gegärtnert, dementsprechend toll ist es zu sehen, wie sie lernen, woher ihr Essen eigentlich kommt.“

Zehn Kinder lernen, essen, spielen, toben, streiten und vertragen sich täglich nach der Schule in der Tagesgruppe in der Sella-Hasse-Straße in Marzahn. Die Einrichtung fungiert als Erziehungs- und Bildungspartner und unterstützt die Kinder und ihre Familien jeweils zwei Jahre lang, ihre besonderen Herausforderungen im Alltag zu meistern, Konflikte zu lösen und Freundschaften aufzubauen. Betreut werden sie von einem engagierten Team aus Sozialarbeitern, das auch mit der Schule und dem Jugendamt intensiv zusammenarbeitet, um ein besseres Miteinander zu erreichen.

Erdbeeren

Erdbeeren standen bei der Abstimmung darüber, was gepflanzt werden soll, hoch im Kurs.

Ist der Tagesablauf sonst sehr strikt, um den Kindern eine feste Struktur zu geben, fällen Kinder und Betreuer Entscheidungen bezüglich ihrer Freizeitgestaltung demokratisch. So kommt es, dass Erdbeeren auf gar keinen Fall im Beet der Grundschüler fehlen durften. Aber auch Möhren, Radieschen und Kohlrabi schafften es in die Auswahl der Gemüsesorten für den Mini-Garten. „Den Lavendel habe ich mir gewünscht“, gab Nadine Scheel mit einem Zwinkern zu.

hochbeet

In dem selbstgebauten Hochbeet wachsen Möhren, Radieschen und Kohlrabi. Leckere Erdbeeren und duftender Lavendel durften aber auch nicht fehlen.

Seit Februar ist die Gruppe mit ihrem Projekt Hochbeet beschäftigt. Nach der Abstimmung über die Pflanzen, die gesät werden sollten, folgte die Aussaat in Saatkästen. Zu eng stehende Keimlinge haben die Kids anschließend pikiert – wie das Umsetzen der Zöglinge in der Gärtnersprache heißt – sodass sie mehr Platz hatten. Auch den Bau des Hochbeets nahm die Tagesgruppe selbst in die Hand: Gemeinsam sägten die neuen GärtnerInnen zuerst das Holz zurecht, lasierten es und schraubten es zum Schluss zusammen. Um ihre Pflanzen vor Mäusen und anderen Nagern zu schützen, legten sie den Boden des Beets danach mit einem Kaninchengitter aus. Eine Folie kleidet das Innere des Holzrahmens aus und schützt ihn so vor Fäule. Holzspäne, Kompost und Humus: Mehrere Bodenschichten sorgen dafür, dass die gepflanzten Gemüsesorten genügend Nährstoffe aus der Erde ziehen können.

Jetzt heißt es für die Tagesgruppe: fleißig gießen, Unkraut jäten und warten, bis die gesunden Leckereien aus dem eigenen Beet verputzt werden können. Vielleicht kommen wir zur Ernte noch einmal wieder.

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