assona Sicherheits-Check: Teil 1 – Berlin

Die deutsche Hauptstadt gilt als pulsierende Kulturmetropole und als innovativer Treffpunkt für die kreative Szene. Dass die neuesten technischen Entwicklungen hier großen Anklang finden, ist daher selbstverständlich. Doch wie stark liegt den Berlinern die Sicherheit ihrer Handys, Smartphones, Notebooks und Digitalkameras am Herzen? assona macht den Sicherheits-Check: In einer mehrteiligen Serie nehmen wir verschiedene Orte unter die Lupe. Zuerst im Visier unseres Städte- und Ländervergleichs soll unsere Hauptstadt sein. In welchen Bezirken Berlins eher Gefahren für elektronische Geräte bestehen und wo Handys, Notebooks und Co. sicher aufgehoben sind, wollten wir herausfinden. Dafür wollten wir beispielsweise wissen, wo in den letzten zwölf Monaten am meisten elektronische Geräte kaputt gingen oder gestohlen wurden und in welchem Stadtteil sie am häufigsten mit Versicherungen geschützt werden.

Nicht ohne mein Mobiltelefon

Ein Leben ohne Handy scheint kaum noch vorstellbar. Wie man es früher ohne Mobiltelefon geschafft hat, sich beispielsweise in einer Menschenmenge zu finden oder mit Menschen, die unterwegs sind, zu kommunizieren, grenzt an ein Wunder. Im Schnitt hat jeder Deutsche nach einer Statistik des Branchenverbands BITKOM 1,3 Handys in Gebrauch. Besonders die Beliebtheit von Smartphones wächst. So stieg der Verkauf der digitalen Alleskönner in Deutschland im Jahr 2011 laut BITKOM um 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Vorteil der Handys und Smartphones, ihre Mobilität, birgt jedoch zugleich Gefahrenpotenzial. Wird man beispielsweise in der U-Bahn angerempelt, kann es einem aus der Hand fallen oder im schlimmsten Fall  auch gestohlen werden. In einer Großstadt wie Berlin ist das Risiko, Opfer eines Diebstahls zu werden, besonders hoch. Dies wird auch von der  Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2011 unterstützt, nach der der Taschendiebstahl in Berlin im letzen Jahr um 14,7 % zunahm. Verstärkt seien Handys und vor allem Smartphones gestohlen worden. Unser Sicherheits-Check nimmt die einzelnen Bezirke genauer unter die Lupe.

Sicherer Osten, riskantes Zentrum

In Berlin sind Handys und andere technische Geräte in den östlichen Randbezirken am sichersten. So wurden in Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg anteilig zu den abgeschlossenen Versicherungen am seltensten Geräte beschädigt. Für Bewohner von Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln stehen die Chancen insgesamt am schlechtesten, dass ihrem Handy, Notebook oder der Spielekonsole nichts passiert, denn in diesen Bezirken wurden im letzten Jahr am meisten Schäden gemeldet. Menschenmassen, städtische Hektik, Alltagsstress und wilde Partynächte scheinen nicht nur die zentral wohnenden Berliner auf Dauer zu entkräften, sondern auch ihren Elektronikgeräten zu schaden. Entspannter scheint es beispielsweise im grünen Treptow-Köpenick zuzugehen.

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Wunsch nach Sicherheit in Berlins Mitte

Es scheint, als hätten auch die Einwohner der zentraleren Bezirke den Eindruck, dass im Zentrum Berlins mehr Gefahren für ihre Elektronikgeräte lauern. Vielleicht haben einige Bewohner hier auch schon negative Erfahrungen gemacht. Was auch immer der Grund ist, das größte Sicherheitsbedürfnis zeigt sich zumindest in Friedrichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg und Mitte, denn hier wurden im letzten Jahr die meisten Geräte versichert. Am risikobereitesten sind die Einwohner der äußeren Bezirke Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Spandau. Hier wurden am wenigsten Versicherungen abgeschlossen. Aber wie die Schadensstatistik zeigt, sind die Geräte in diesen Bezirken auch einem geringeren Risiko ausgesetzt.

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Vorsicht vor Langfingern

Schaut man sich die Schadensstatistik etwas differenzierter an und nimmt den Diebstahl in den Fokus, zeigt sich ein etwas anderes Bild als bei den allgemeinen Schäden. Nicht mehr nur Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln stehen auf der Risikoskala ganz weit oben, auch in Reinickendorf ist der Anteil der Diebstähle an den gemeldeten Schäden einer der höchsten. War die allgemeine Schadensquote in Tempelhof-Schöneberg noch relativ hoch, scheint der Anteil an Diebstählen dagegen gering. Denn hier müssen sich die Berliner gemeinsam mit den Einwohnern aus Spandau und Marzahn-Hellersdorf am wenigsten Sorgen um Diebstahl machen.

Vor allem in den zentraleren Bezirken Berlins ist also Vorsicht geboten, wenn man möglichst lange Freude an seinen elektronischen Begleitern haben möchte. Jetzt sind die Berliner gefragt. Zeigen eure Erfahrungen ein anderes Bild? Welche Risiken für Mobiltelefone, Digitalkameras oder andere Geräte seht ihr in eurer Stadt?  Wir freuen uns über Kommentare!

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