Akku leer? 6 Tipps für mehr Saft auf dem Smartphone

Ich liebe mein Smartphone und kann mir gar nicht mehr so richtig vorstellen, wie das mal ohne war. Doch bei einer Sache schwelge ich hin und wieder in Erinnerung an das gute alte Handy: Der Akku hat locker eine Woche durchgehalten. Die Zeiten sind leider vorbei. Dennoch lässt sich die Akkulaufzeit verlängern, wenn ihr ein paar Ratschläge beherzigt. Wir geben euch sechs Akku-Spartipps für euer iPhone oder Android.

1. Einen dunklen und statischen Hintergrund wählen

Das Display ist einer der größten Stromfresser beim Smartphone. Beachtet man jedoch ein paar Dinge, kann man den Akku schonen: Je dunkler der Hintergrund, desto länger hat euer Handy Saft. Ein dynamisches Wallpaper zieht mehr Akkuleistung als ein statisches. Schaut auch, ob ihr die Zeit bis euer Smartphone in den Ruhezustand geht, eventuell verkürzen könnt.

2. Funkverbindungen ausschalten, wenn ihr sie nicht benötigt

WLAN, Bluetooth oder der Datenturbo fürs Mobiltelefon LTE sind stromhungrig. Die Grundregel für niedrigen Verbrauch ist: Was nicht benötigt wird, ruhig abschalten. Ist der Strom knapp, lohnt es sich beispielsweise unterwegs, auf WLAN zu verzichten, denn dieses sucht permanent nach Netzwerken. Zum Checken der E-Mails reicht oft schon 3G, sodass LTE erst dann eingeschaltet werden muss, wenn ihr ausgiebig surft. Euer Smartphone sucht ständig nach Netzen. Funklöcher und Gebiete mit schlechter Abdeckung saugen besonders viel Strom. Seid ihr noch eine Weile auf euer Smartphone angewiesen, schaltet die mobile Datenverbindung dort aus.

3. Aktive Ortungsdienste saugen am Akku

Wer schon mal eine Joggingrunde mit GPS getrackt hat, der weiß, wie schnell die Akkuanzeige sinkt. Wenn ihr auf euer Telefon angewiesen seid, achtet darauf, dass GPS nicht aktiv ist. Es ist nicht notwendig, den Standortzugriff komplett zu deaktivieren. Denn so müsstet ihr auch auf die Tracking-Option verzichten, wenn euer Telefon gestohlen wird oder ihr es verlegt. Besser ist es, einzelnen Apps die Rechte zu entziehen, Ortungsdienste zu benutzen. Beim iPhone könnt ihr dies unter Einstellungen/Datenschutz/Ortungsdienste. Beim Android findet ihr die Standortdienste ebenso unter den Einstellungen.

4. Aktivitäten im Hintergrund aufspüren

Wenn der Akku auffallend schnell leer ist ohne ersichtlichen Grund, lohnt es sich zu schauen, was im Hintergrund los ist. Beim Android gibt es unter „Einstellungen“ im Menü „Akku“ eine Übersicht, welche Prozesse und welche Apps wie viel Leistung benötigen. Fällt euch hier eine App durch ungewöhnlich hohen Verbrauch auf, solltet ihr den Cache leeren. Sucht dazu unter „Einstellungen“ die entsprechende App auf und tippt auf den Button „Cache leeren“. Hilft dies nicht, findet ihr vielleicht noch eine alternative App für euren Akkufresser. Auch beim iPhone könnt ihr kontrollieren, wie viel Leistungen eure Dienste und Apps verbrauchen. Unter Allgemein/Benutzung/Batterienutzung findet ihr eine Auflistung der Programme, die am meisten am Akku nagen. Lasst euch jedoch nicht täuschen. Habt ihr viel bei Facebook gesurft, wird die App hier eine hohe Prozentzahl aufweisen. Stutzig solltet ihr jedoch werden, wenn eine App weit oben auftaucht, die ihr kaum benutzt habt.

5. Automatische Updates abschalten, spart Energie

Natürlich ist es wichtig, euer Smartphone regelmäßig mit der neuesten Software zu versorgen, um Sicherheit und Funktionalität zu gewährleisten. Die automatischen Updates ziehen allerdings Akkuleistung. Beim Android ist der Google Play Store standardmäßig so eingestellt, dass er Aktualisierungen für Apps automatisch herunterlädt. Das kostet Energie. Ihr könnt diese Funktion deaktivieren unter den Einstellungen des Google Play Stores. Tippt hier auf „Automatische App-Updates“ und aktiviert die Option „Keine automatischen App-Updates“. Schaut jedoch in regelmäßigen Abständen, ob es wichtige Aktualisierungen gegeben hat. Auch beim iPhone könnte ihr die Hintergrundaktualisierung ausschalten, wenn ihr ab und an im App Store nach Updates schaut. Ihr findet die Funktion unter den Einstellungen.

6. Apps helfen beim Stromsparen

Zugegeben: Wenn ihr alle Tipps beherzigt, artet es ein wenig in Arbeit aus, Akku zu sparen. Ihr könnt euch aber Hilfe in Form von Apps holen. Solche Apps spüren Akkufresser auf, geben Tipps zum Energiesparen, entrümpeln sogar den Arbeitsspeicher, damit das Smartphone besser läuft und auch der Ladevorgang wird optimiert, damit der Akku länger durchhält. Für Android gibt es zahlreiche solcher Apps, die in ihren Funktionen variieren. Eine Übersicht findet ihr zum Beispiel bei Computerbild oder dem Online-Magazin Androidpit. Für das iPhone gibt es nicht ganz so viel Auswahl, aber auch iOS User werden fündig – zum Beispiel mit Battery Doctor.

Tipps zum Schluss: Seid ihr auf euer Smartphone angewiesen, ladet es sobald ihr die Gelegenheit habt, auch wenn der Akku noch nicht runter ist. Denn der weitverbreitete Mythos, der Akku sollte besser vollständig entladen sein, da dieser sonst auf Dauer beschädigt wird, gilt beim modernen Smartphone nicht. Im Notfall könnt ihr den Akkuschwund mit dem Flugmodus reduzieren. Für den Fall der Fälle lohnt es sich, eine Powerbank – eine kleine Aufladestation für unterwegs – dabei zu haben. Es gibt Modelle, die sogar in die Hosentasche passen.

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